| 00.00 Uhr

Hünxe
Die Geschichte der Heiligen Nacht

Hünxe: Die Geschichte der Heiligen Nacht
Im Seniorenstift führten die Kinder und Jugendlichen das Krippenspiel auf. FOTO: Heiko Kempken
Hünxe. Kinder der Evangelischen Kirchengemeinde Hünxe führten im Hewag-Seniorenstift das Krippenspiel auf. Von Peter Neier

Im Foyer des Hewag-Seniorenstifts herrscht reges Treiben. Kindergarten- und Schulkinder, Katechumenen und Konfirmanden haben sich nach drei vorangegangenen Proben getroffen, um erstmals das diesjährige Krippenspiel der Evangelischen Kirchengemeinde Hünxe aufzuführen. Und viele Seniorinnen und Senioren im Saal warten gespannt auf den Auftritt der jungen Darsteller, unterhalten wurden sie bereits eine Stunde zuvor mit Liedern und Geschichten.

Engelflügelchen, Hirtenstab, Königskrone, Gewänder der Heiligen Familie - die letzten Kostüme werden noch angepasst, bevor es losgeht. "Jetzt bildet mal einen großen Kreis. Da vorne werden wir gleich unser Krippenspiel spielen, es wird bestimmt super klappen. Ich singe mit den Bewohnern noch ein Lied und rufe euch dann herein." Pastorin Hanna Maas hat alles im Griff. Zusammen mit Kindergartenleiterin Ingrid Goch hat sie seit Ende November die Proben organisiert, Rollen und Kostüme verteilt. Nach der erfolgreichen Generalprobe am vergangenen Samstag wird das Krippenspiel heute an Heiligabend um 16 Uhr im Familiengottesdienst in der Hünxer Dorfkirche in kompletter Besetzung aufgeführt.

Zurück im Hewag-Seniorenstift, wo zwei Könige fehlten. Hanna Maas gibt letzte Regieanweisungen: "Geht bitte ganz durch, hier ist es nicht so groß wie bei uns in der Kirche mit Altar. Wir haben auch nur ein Mikrofon, das müsst ihr weiterreichen. Und sprecht bitte langsam, laut und deutlich." Unter dem Klatschen der Bewohner zieht die Gruppe ein. Alle singen zunächst "Wir sagen euch an den lieben Advent". Neun Lieder umfasst das Krippenspiel. "In diesem Jahr erzählt uns ein Kind, was damals in der Heiligen Nacht passiert ist und wie es den Stern von Bethlehem traf", erklärt die Pastorin und intoniert "Ihr Kinderlein kommet". Das Kind (Celine Huppertz) sucht und findet den Stern (Vera Spickermann) und die Bewohner erfahren: "Damals herrschte der Kaiser Augustus. Er brauchte viel Geld und musste Steuern eintreiben. Da machten sich auch Maria und Josef auf...", "...und in dem Stall wurde ein Kind geboren. Sie nannten es Jesus und legten es in eine Futterkrippe." Alle singen "Stern über Bethlehem", danach geht die Geschichte der Heiligen Nacht weiter: "Gott schickte die Engel zu den Hirten auf dem Feld, 'wir verkünden euch eine gute Nachricht, heute ist euch der Retter geboren'...", "...und die Hirten machten sich auf den Weg nach Bethlehem."

Und der Stern erzählt: "Es gab drei Könige aus fernem Land, die haben mich gesehen und das Kind aufgesucht und sie haben Geschenke mitgebracht." Alle singen "Es ist für uns eine Zeit angekommen" und erfahren: "Die Hirten und Könige verließen den Stall und verkündeten überall, dass uns der Retter geboren ist." Und der nachdenklich machende Einschub folgt: "Manchmal wird dies aber heute von den Menschen vergessen. Sie brauchen die frohe Botschaft, die Liebe Gottes in dieser Welt." Hier und da sieht man bei den Senioren ein Kopfnicken, begleitet vom Lied "Tragt in die Welt nun ein Licht". "Das war die Geschichte, die Sie alle kennen, und ein Kind und der Stern haben sie erzählt", schließt Hanna Maas. Großer Applaus im Gemeinschaftsraum, diese Aufführung hat gut geklappt. Alle singen zum Abschluss "Stille Nacht", doch ganz beendet ist die Veranstaltung noch nicht. Für alle Akteure gibt es Süßigkeiten von einem bunten Teller. "Jetzt sind es wieder ganz normale Kinder aus Hünxe", lacht die Pastorin und fragt in die Runde: "Und welches Lied gehört immer Weihnachten dazu?"

Zu "O du fröhliche" und weiterem Beifall zieht die Krippenspielgruppe hinaus ins Foyer, und Hanna Maas wünscht allen Bewohnern noch eine schöne Weihnachtszeit.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Hünxe: Die Geschichte der Heiligen Nacht


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.