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Hünxe
Fahrschul-Akademie plant neue Zentrale

Hünxe. Das in Hünxe ansässige Unternehmen will in Dinslaken bauen, dort Verwaltung und Fuhrpark zusammenlegen. Von Heinz Schild

Der angestammte Standort in Hünxe ist für die Fahrschul-Akademie Niederrhein (FAN) inzwischen zu klein geworden. Deshalb denkt Erik Grosser, Inhaber der Fahrschule, die ihren Firmensitz am Bannemer Feld hat und über weitere sieben Filialen in Drevenack. Voerde, Dinslaken, Wesel und Oberhausen verfügt, an einen Neubau. Da ihm die Hünxer Verwaltung kein Grundstück mit einer entsprechenden Größe anbieten konnte, sah er sich in der Nachbarschaft um. Gegenwärtig befindet Grosser sich in Gesprächen hinsichtlich eines Grundstücks hinter der neuen Feuerwache in Dinslaken. Dort sollen dann die Verwaltung und der Fuhrpark auf einem Areal angesiedelt werden. Zur Zeit stehen die Großfahrzeuge (Bus und Lkw) in einer Halle in Bucholtwelmen. "Hünxe bleibt natürlich als Standort erhalten, die Verwaltung geht nach Dinslaken", entkräftet Grosser möglich Bedenken, die Fahrschule könnte sich vom Bannemer Feld verabschieden.

Klimaschutz ist für Erik Grosser nicht nur ein Schlagwort, der Unternehmer setzt in seinem mittelständischen Betrieb auf aktiven Klimaschutz. Dazu gehört es, dass auf dem Dach der Fahrschule vor zwei Jahren eine Solaranlage zur Erzeugung von umweltfreundlichem Strom installiert wurde. Durch die Sonnenenergie kann ein Großteil des Stroms erzeugt werden, den die Fahrschule am Bannemer Feld benötigt. Eine Deckung des Bedarfs von bis zu 70 Prozent durch Photovoltaik wäre möglich. Deshalb denkt Erich Grosser für die Zukunft daran, Batterien als Zwischenspeicher anzuschaffen, momentan sind sie allerdings noch zu teuer. Natürlich wird die Sonnenenergie auch zum Aufladen der Elektro-Fahrzeuge genutzt. Zwei von ihnen gehören inzwischen zum Fuhrpark der Fahrschule. Als erstes wurde ein kleiner Smart angeschafft, der zur Bewältigung kurzer Strecken zwischen den Filialen genutzt wird. Außerdem ist ein neuer Fahrschul-Wagen im Einsatz: ein Mercedes Benz B-Klasse Electric Drive. Erik Grosser ist von dem Auto begeistert, und seine Schüler nutzen das neue Angebot, Unterrichtsstunden auf einem Elektro-Fahrzeug zu nehmen. Der Mercedes verfügt über eine Reichweite von etwa 150 Kilometern und hat seine Praxistauglichkeit im Fahrschulbetrieb bewiesen. Nach vier bis sechs Fahrstunden oder 90 Minuten auf der Autobahn muss der Wagen allerdings ans Stromnetz, um aufgeladen zu werden. Der Firmenchef denkt bereits dran, weitere E-Mobile einzusetzen. Allerdings kann nicht jedes auf dem Markt angebote Modell verwendet werden, denn sie müssen auch die Anforderungen für eine Fahrschulprüfung erfüllen.

Die Fahrschule beschäftigt an ihren acht Standorten 28 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit, darunter drei Auszubildende im kaufmännischen Bereich. In der Fahrschule wird vom Mofa über Pkw bis hin zu Bus und zu Lkw in allen Klassen ausgebildet. Das Unternehmen hat 15 Schulungs-Pkw im Einsatz. Zum Fuhrpark gehören ein Lkw von MAN, ein Setra Bus sowie drei Anhänger.

Quelle: RP
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