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Hünxe
Fahrzeugbauer weiht Werk in Hünxe ein

Hünxe. Kroll liefert Lastwagen bis nach Australien. Das in Wesel gegründete Unternehmen beschäftigt 130 Mitarbeiter. Von Michael Turek

Einen Fuß in der Tür hatte das Unternehmen Kroll ja schon seit 2007. Damals hatte die Weseler Firma die Kutschke Fahrzeugbau GmbH übernommen. In den Hallen fand und finden der Stahlbau für die Saug- und Spülfahrzeuge statt. Nun ist Kroll komplett in Hünxe vertreten, sind die Gebäude und Flächen an der Rudolf-Diesel-Straße in Wesel geräumt und alles spielt sich seit einigen Monaten an der Wilhelm-Röntgen-Straße 2-4 ab. Gestern, bei der Einweihung des neuen Standortes, konnten die zahlreichen Gäste einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Bei laufender Produktion konnten die Hallen besichtigt werden, dort wo die Bleche gebogen und zu den Kesseln zusammengeschweißt werden, wo aus vielen Einzelteilen die Auflieger für Saug- und Spülfahrzeuge zusammengebaut werden.

In den Reden, die es zu Beginn der Einweihungsfeier gab, wurde auch an die schwierige Zeit in den 90er Jahren erinnert. Die Klippen sind umschifft worden, das Unternehmen, das sich auf die Fertigung von Spezialfahrzeugen konzentriert, gehört heute zu den Marktführern. Selbst in Australien fahren Laster mit Kroll-Aufbauten.

Es gab viel zu tun, bis der Umzug von Wesel in das neue Verwaltungsgebäude, in die neuen Fertigungshallen geschehen konnte. Über ein Jahr habe es gedauert, das Baufeld vorzubereiten, berichtete Jens Skowronnek, einer der beiden Kroll-Geschäftsführer. Vor 15 Monaten konnte aber der Grundstein gelegt werden. Einen hohen einstelligen Millionenbetrag habe das Unternehmen investiert, so Skowronnek auf Nachfrage. Entstanden ist nach Angaben des Unternehmens das modernste Werk Europas zur Herstellung umwelttechnischer Entsorgungsfahrzeuge.

Das Unternehmen Kroll, 1960 in Wesel gegründet, gehört zur Rothenberger Holding. Deren Chef Dr. Helmut Rothenberger überbrachte gestern nicht nur Glückwünsche. Vor dem Hintergrund des aktuellen Flüchtlingsstroms erklärt er, dass die Firma Kroll 10 000 Euro von der Rothenberger Stiftung erhalte, um Ausbildungsplätze zu schaffen. Das, so Rothenberger, sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber vielleicht ein Anstoß für andere Unternehmen.

Auf dem gut 40 000 Quadratmeter großen Grundstück ist neben dem Verwaltungsgebäude eine Halle mit zwölf Montageplätzen entstanden, es gibt eine eigene Lackiererei, ein Lager sowie vier Montageplätze für die Endfertigung. Auf acht weiteren Plätzen können Fahrzeuge gewartet und repartiert werden.

Dirk Buschmann, Hünxes neuer Bürgermeister, sowie Dr. Ansgar Müller, Landrat des Kreises Wesel, erinnerten in ihren Reden daran, dass sich die Firma Kroll zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt habe. Hünxe verfüge nun über ein weltweit agierendes Unternehmen, das in seiner Sparte in Deutschland und in Europa zu den Marktführern zählt.

Quelle: RP
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