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Hünxe
Flüchtlingskinder lernen Deutsch

Hünxe. Gesamtschule Hünxe unterrichtet Schülerinnen und Schüler zwischen zehn und 15 Jahren.

Deutschunterricht als Zweitsprache, kurz DaZ, so lautet der offizielle Titel einer Unterrichtsform an der Gesamtschule Hünxe. Hier lernen zurzeit jahrgangsübergreifend vierzehn Flüchtlingskinder im Alter zwischen 10 und 15 Jahren fleißig an der Gesamtschule Hünxe die deutsche Sprache. In unterschiedlichem Tempo bearbeiten sie die Aufgaben, so dass das zur Verfügung gestellte Material nicht ausreichte. Die unterrichtenden Lehrer Birgit Hientzsch, Sabine Petry und Helmut Flick baten um Unterstützung dieser Gruppe durch den Förderverein. Dieser Anfrage, neue Materialien anzuschaffen, kam der Förderverein auch nach.

Die neuen Bücher und Arbeitshefte konnten den Jungen und Mädchen aus Syrien, Albanien und dem Irak übergeben werden. Aya aus der sechsten Klasse glaubte es kaum: "Ich muss nichts für die Bücher bezahlen?" Frau Hientzsch betonte, dass der Förderverein hier spontan seine Hilfe für diese gemischte Lerngruppe angeboten hat. Acht dieser Kinder besuchen die Jahrgangsstufen fünf und sechs, die anderen Kinder die Jahrgangsstufen sieben bis neun. In 14 Wochenstunden treffen sie sich, um Deutsch als Zweitsprache zu lernen, während der anderen Unterrichtszeit nimmt zum Beispiel Muhammed am Unterricht seiner sechsten Klasse in den Fächern Sport, Kunst, Musik und oft auch Mathematik teil. In ihren unterschiedlichen Lerngruppen erfahren die Kinder und Jugendlichen von Mitschülern und Lehrern Unterstützung. Die freundliche Zuwendung hilft ihnen "ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten, die man nur erahnen kann, keinesfalls aber selbst erleben möchte", so Helmut Flick in einem Gespräch mit der Vertreterin des Fördervereins der Gesamtschule Hünxe. Die unterrichtende Deutschlehrerin Sabine Petry ist sehr zuversichtlich, dass die neuen Materialien dazu beitragen, den Eifer der Kinder und Jugendlichen aufrecht zu erhalten, denn sie haben verstanden, dass die Sprache der erste Schritt zu einer für sie wichtigen späteren Ausbildung ist. Sowohl die neuen Bücher, als auch das gemeinsame Lernen, fördern die Aussprache und das Verstehen.

Sie regen an, erste Texte zu schreiben und sich in vielfältigen - ihnen unbekannten - Situationen zurechtzufinden. Nebenbei lernen sie natürlich auch viel über Deutschland und hiesige Sitten und Gebräuche.

Nach der Übergabe der neuen Bücher und Arbeitshefte verabschiedete die internationale Lerngruppe die anwesenden Fördervereinsmitglieder mit einem fröhlichen Dankeschön.

Quelle: RP
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