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Hünxe
Flüchtlingsproblematik ohne engagierte Bürger nicht lösbar

Hünxe. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss war zu Gast bei der KAB Sankt Albertus Magnus in Hünxe.

Für Sabine Weiss ist der Kontakt zu den Bürgern ihres Wahlkreises Wesel I besonders wichtig, denn sie geben Hinweise und Anregungen für ihre politische Arbeit in Berlin. Die Zeit für Kontakte sei zwar sehr begrenzt, sieht der Zeitplan einer Arbeitswoche in der Regel doch so aus, dass die Woche am Sonntagabend mit der Anreise nach Berlin beginnt und mit der Rückreise am Freitagnachmittag endet. Daher freute sie sich über die Einladung der KAB Sankt Albertus Magnus Hünxe.

In ihrem "Bericht aus Berlin" beschrieb die Abgeordnete ihre Tätigkeit und die Arbeit der Großen Koalition. Seit 2009 vertritt Dinslakens frühere Bürgermeisterin den Wahlkreis Wesel I, 2013 war sie auch unmittelbar in die Verhandlungen zur Bildung der Großen Koalition aus Union und SPD eingebunden. Zwei wichtige Themenblöcke seien für die beiden Volksparteien damals unverhandelbar gewesen: Für die Union die Mütterrente und für die SPD die abschlagsfreie Rente ab 63 Jahren bei 45-jähriger Beitragszahlung. Bei allen anderen Themen hätten in zum Teil zähen Verhandlungen Kompromisse gefunden werden müssen.

Im Großen und Ganzen habe die Koalition die vertraglich festgesetzten Vorgaben abgearbeitet. Sabine Weiss ist in der laufenden Legislaturperiode stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU geworden, für die Bereiche Arbeit und Soziales, Arbeitnehmer und wirtschaftliche Entwicklung verantwortlich. In diesem Zusammenhang hat sie viele Länder in Asien und Afrika bereist. Ihr Fazit: "Die Demokratie ist die beste Regierungsform, die es gibt. Wir können uns über dieses politische System freuen und dankbar sein für mehr als 70 Jahre Frieden in Westeuropa nach dem Zweiten Weltkrieg, es ging den Deutschen noch nie so gut."

Auch Fragen und Probleme landeten auf ihrem Schreibtisch und erwarteten Antworten und Lösungen, wie zum Beispiel bei der Flüchtlingsproblematik, die sich zwar bereits im Jahre 2014 abzeichnete, deren Umfang 2015 aber keiner vorausahnen konnte. Deutschland und Österreich öffneten im Herbst 2015 ihre Grenzen, um den vielen Flüchtlingen humanitäre Hilfe zukommen zulassen, "auch weil das aus christlichem Selbstverständnis geboten schien". Die existenzielle Not der meisten Flüchtlinge könne Europa nicht gleichgültig sein. Sabine Weiss ist stolz auf die ehrenamtliche Mithilfe der Bürger, ohne die die Flüchtlingsproblematik nicht zu lösen sei. Die lebendige Art des Vortrages, die Zwischenfragen und Diskussionsbeiträge der Zuhörer sorgten für einen interessanten Vortragsabend.

Quelle: RP
 
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