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Hünxe
Für das Alter planen und sich fit halten

Hünxe. Die Evangelische Kirchengemeinde Hünxe und die Agentur 66 veranstalteten im Haus der Begegnung einen Infotag unter dem Motto "Am liebsten immer 40?". Es ging um die Themen Schönheit, Gesundheit und Älterwerden. Von Florian Langhoff

Der Saal im Haus der Begegnung in Hünxe war gut gefüllt, als Pfarrerin Hanna Maas die Gäste zur Veranstaltung "Am liebsten immer 40?" begrüßte. "Ich freue mich, dass fast alle Plätze besetzt sind. Wir wussten nicht, wie viele Menschen kommen würden", sagte die Pfarrerin, die die Veranstaltung gemeinsam mit Ilona Klingenberg-Nover von der Agentur 66 organisiert hatte.

Auch Bürgermeister Dirk Buschmann begrüßte die Besucher im Haus der Begegnung und wies darauf hin, dass die Themen Gesundheit und Älterwerden alle angehen. "Wenn ich mir die Entwicklung in Deutschland anschaue, dann stelle ich fest, dass die Menschen alle alt werden möchten, aber nicht alt sein", sagte der erste Bürger der Gemeinde. "Daher sollten wir alle schauen, was wir machen können, um uns im Alter besser zu fühlen."

Den Titel der Veranstaltung hatte man einem Buch von Prof. Günther Jacobi entlehnt, der neben Superintendent Friedhelm Waldhausen auch einer der Referenten für die Vorträge an diesem Tag war.

"Wir haben ein Fragezeichen an das Ende des Veranstaltungstitels gesetzt, weil viele meiner Patienten sich mittlerweile auch wohlfühlen würden, wenn sie 50, 60 oder 70 bleiben könnten", erklärte Günther Jacobi. "Die Lebenszufriedenheit der Menschen über 60 ist heute höher, als jene der Durchschnittsbevölkerung", erklärte der Professor weiter. Anhand von Zahlen und Statistiken, eingeflochten in einen kurzweiligen Vortrag, räumte der Mediziner mit einigen weit verbreiteten Vorurteilen im Bezug auf das Alter auf. "Jeder zweite Mensch über 100 Jahren lebt im eigenen Haushalt", erklärte er. Tatsächlich sei auch nur eine Minderheit der älteren Menschen in Deutschland später auf Pflege angewiesen. "Das deckt sich natürlich nicht mit den Eindrücken, die wir haben, wenn wir ein Altersheim aufsuchen", sagte Prof. Günther Jacobi. Und gab den Zuhörern direkt noch einige Ratschläge mit auf den Weg.

So sollte man auf jeden Fall für das Alter vorplanen, aber noch wichtiger sei regelmäßige Bewegung. "Muskelarbeit ist gleichzeitig Prävention und Therapie", erklärte der Mediziner den Zuhörern. Dabei muss es nicht immer der Besuch im Fitness-Studio sein. Es reicht auch, schon, die Treppe statt des Fahrstuhls zu nehmen, das Auto mal stehen zu lassen oder regelmäßige Spaziergänge zu machen. Einige brauchbare Tipps, um auch in der zweiten Lebenshälfte auch weiter fit zu sein und natürlich auch fit zu bleiben. Applaus für den Referenten gab es von den Zuhörern, die aus diesem Vortrag sicher einiges mitnehmen konnten, um ihren Alltag zumindest ein wenig gesünder zu gestalten. Superintendent Friedhelm Waldhausen übernahm unter dem Titel "Wahrnehmen und annehmen" den theologischen Teil der Vorträge. Zahlreiche Aussteller präsentierten ihre Produkte. Die Bandbreite reichte von Mobilitätslösungen über Matratzen, Brillen und Hörgeräte bis hin zu Schönheitsprodukten.

Quelle: RP
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