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Hünxe
Geflüchtete lernen, Strom zu sparen

Hünxe. Beim Ressourcentag in Hünxe ging es um den verantwortlichen Umgang mit Energie, Wasser und Abfall.

Die Gemeinde Hünxe macht Geflüchtete mit Bleibeperspektive fit für den verantwortungsvollen Umgang mit Energie, Wasser und Abfall. Sparsam mit Wasser und Energie umzugehen und Abfälle richtig zu trennen - warum das wichtig ist und wie das geht, wird Geflüchteten mit Bleibeperspektive im Projekt "Ressourcentag" vermittelt.

Manchen Geflüchteten ist nicht bewusst, dass der Schutz von Ressourcen in Deutschland einen hohen Stellenwert einnimmt. Auf den ersten Blick erscheint es als Land des Überflusses, in dem Sparen nicht notwendig ist. Auch der Umgang mit Abfällen in den Unterkünften ist sehr unterschiedlich: "Die Gewohnheiten, Müll zu entsorgen, reichen weltweit von einfach auf die Straße werfen, wilden Müllkippen bis hin zum akkuraten Ausspülen leerer Joghurtbecher. Die Unterschiede prallen hier in den Unterkünften natürlich alle aufeinander", sagt Ute Pfeiffer-Frohnert, die als Trainerin die "Ressourcentag" genannten Schulungen in denUnterkünften durchführt. Dabei wird den Geflüchteten in einer eintägigen Schulung Hintergrundwissen zum Thema vermittelt und eine Orientierungshilfe für den Alltag gegeben.

Jetzt fand der Ressourcentag in der Teestube neben dem Rathaus Hünxe statt. Es nahmen 13 Geflüchtete teil, darunter auch fünf Kinder.

Hünxe ist Mitglied des Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk Niederrhein (KEEN), welches von Gelsenwassser koordiniert wird. Neben Hünxe nehmen die Kommunen Alpen, Kaarst, Kalkar und Straelen teil. Im Rahmen der Netzwerkarbeit werden Projekte entwickelt, die zu einer Energieeinsparung der Kommunen führen. Da die Energieverbräuche der Flüchtlingsunterkünfte in den Städten und Gemeinden relativ hoch sind, rückte dieses Thema bei einem der letzten Netzwerktreffen in den Blickpunkt. Die Kommunen überlegten zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU), wie sich die Energieverbräuche in diesen Liegenschaften reduzieren lassen. Der kommunale Netzwerkbeauftragte und stellvertretende Kämmerer von Hünxe, Michael Häsel, entschied sich zusammen mit seinen Kollegen, für Geflüchtete mit Bleibeperspektive einen "Ressourcentag"zusammen mit der ANU durchzuführen, um den verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Wasser zu fördern.

Bei dem Ressourcentag arbeiteten die Teilnehmer aus unterschiedlichen Herkunftsländern gut zusammen und unterstützten sich gegenseitig, zum Beispiel beim Übersetzen. Neben den Themen Abfall und Wasser ging es auch um den Umgang mit Energie. "In vielen Flüchtlingsunterkünften kann man sehen, dass die Fenster auf Kipp stehen und die Heizung den ganzen Tag auf Stufe fünf läuft ", erläutert Ute Pfeiffer-Frohnert. Deshalb wird in den Schulungen praxisnahes Wissen, wie beispielsweise der Unterschied zwischen Dauer- und Stoßlüften, vermittelt. In den Schulungen wird ebenso erläutert, dass sich ressourcenschonendes Verhalten, wie Gas- und Stromsparen, auch auf den Geldbeutel auswirkt. "Ich werde anfangen, den Strom zu sparen. Dann kann ich schon viele Tricks, wenn ich meine eigene Wohnung bekomme" so ein Teilnehmer.

Der Ressourcentag war von einem fröhlichen, lockeren Umgang geprägt. Die Gemeinde hofft, dass die Geflüchteten das Gelernte in Zukunft umsetzen. Den Erfolg der Aktion wird man anhand künftiger Energie- und Wasserverbräuche messen können.

Quelle: RP
 
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