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Hünxe
Gerda Wolterhoff - Erinnerungen an Helmut Schmidt

Hünxe: Gerda Wolterhoff - Erinnerungen an Helmut Schmidt
FOTO: Heiko Kempken
Hünxe. "Leider habe ich Helmut Schmidt nicht persönlich kennengelernt. Aber ich habe ihn sehr verehrt, auch ohne alles für richtig zu halten, was er sagte." Gerda Wolterhoff (88), die "große, alte Dame" der Hünxer SPD, trauert ebenfalls um den Altkanzler, verfolgte die vielen Sondersendungen im Fernsehen. "Ich habe seine Geradlinigkeit und Courage geschätzt, Helmut Schmidt konnte anpacken", sagt Gerda Wolterhoff, die als Kind den Zweiten Weltkrieg erlebte ( und 1951 in die SPD eintrat.

An der Demonstration 1981 in Bonn gegen den Nato-Doppelbeschluss habe sie teilgenommen. Auch sie hätte zu den 14 Delegierten der SPD gehört, die dagegen gestimmt hätten. "Aber ich hätte nicht gegen Helmut Schmidt gestimmt", so die gelernte Schneiderin. In ihrem Geschäft sei sie gewesen, als sie im Herbst 1982 erfuhr, dass Schmidt von Helmut Kohl abgelöst worden sei. Das erste, was sie gesagt habe: "Ein großer Mann geht, ein großer Junge kommt.

Die Sprüche von "Schmidt-Schnauze" FOTO: dpa, gam tmk ase ase

" Gerda Wolterhoff habe alle Reden des SPD-Altkanzlers zu Hause stehen und liegen, wie sie sagt. "Es war ein Vergnügen, ihm zuzuhören." Als leidenschaftlicher Demokrat müsse man oft unbequem sein und einstecken können. "Das mochte ich auch Schmidt. Ich habe einiges von seinem Naturell."

(P.N.)
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