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Hünxe
Haus Esselt: Gelder für Wohngebäude-Sanierung

Hünxe: Haus Esselt: Gelder für Wohngebäude-Sanierung
Beim Tag der offenen Tür im Otto-Pankok-Museum zeigte Fania Burger (rechts) den Besuchern, wie Drucke gemacht werden. FOTO: Gerd Hermann
Hünxe. 412. 000 Euro werden zur Verfügung gestellt und fließen in den ersten Bauabschnitt. Von Katrin Wrobel

Nur das Zwitschern der Vögel, das Rauschen der Baumwipfel und das Plätschern der Issel sind zu hören. Auf dem Landgut Haus Esselt in Drevenack scheint die Zeit still zu stehen. Ein besonderes Flair umgibt das Anwesen, in dem der bekannte Künstler Otto Pankok gelebt hat. Viele ehrenamtliche Helfer arbeiten nun daran, diese Atmosphäre auch nach dem Tod von Eva Pankok zu erhalten und den Ort weiterhin für Besucher zugänglich zu machen.

Doch die Zukunft des Nachlasses der Pankoks war lange Zeit ungewiss. Denn was man auf den ersten Blick nicht sieht: Das Wohnhaus der Familie, das unter Denkmalschutz steht, ist an vielen Stellen sanierungsbedürftig. So ist zum Beispiel das Dach teilweise undicht und am Sockel steigt Feuchtigkeit hoch. Daher hat sich die Politik nun dem denkmalträchtigen Anwesen angenommen. Wie bei der Eröffnung der Sommerausstellung im Otto Pankok Museum am Samstagabend verkündet wurde, wird die Sanierung des Wohnhauses der Pankoks durch eine Summe von 412 000 Euro gefördert.

Das Geld stammt aus Denkmalmitteln des Bundes und des Landes NRW, Mitteln der deutschen Stiftung für Denkmalschutz und einem Eigenanteil der Otto Pankok Stiftung. Damit können in einem ersten Bauabschnitt das Dach, der Sockel, die Fassade und die Fenster des Wohnhauses der Pankoks saniert werden. "Das ist ein Riesenerfolg für diesen Ort. Dass wir Denkmalmittel in dieser Höhe bekommen - dafür sind wir unendlich dankbar", so Katrin Reuscher, Projektmanagerin der Otto Pankok Stiftung. Die nächste große Aufgabe sei es dann, sich in einem zweiten Bauabschnitt dem Inneren des Gebäudes zu widmen. Unter anderem müssten Fußböden und Treppen aufgearbeitet werden. Nach Finanzierungsmöglichkeiten dafür muss allerdings noch gesucht werden.

Unterstützt wird das Erbe der Pankoks nun auch vom Kreis Wesel, wie Landrat Dr. Ansgar Müller verkündete. Der Kreis stellt Geld für neue Tische, Stühle und Materialien zur Verfügung. Neben einem Tag der offenen Tür und der Eröffnung der Sommerausstellung im Otto-Pankok-Museum startete am Samstag auch das Präsentationsjahr der Regionale 2016. Denn das Museum ist eines der Projekte dieses Strukturförderprogramms des Landes NRW.

"Besonders an diesem Projekt ist, dass es rein ehrenamtlich getragen wird", so Uta Schneider, Geschäftsführerin der Regionale 2016 Agentur. "Es ist ein nahezu verborgener Schatz der Region, ein sehr familiärer Ort tiefer Menschlichkeit."

Quelle: RP
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