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Hünxe
Buschmann und Schulte müssen in die Stichwahl

Hünxe - Dirk Buschmann und Werner Schulte müssen in die Stichwahl
Dirk Buschmann kam auf die meisten Stimmen. FOTO: Büttner
Hünxe. Der parteilose Dirk Buschman und SPD-Kandidat Werner Schulte müssen in die Stichwahl. Buschmann kam auf 39,97 Prozent der Stimmen. Michael Helmich (CDU) und Ralf Lange müssen sich klar geschlagen geben. Von Heinz Schild

Aus dem Stand hat Dirk Buschmann bei der gestrigen Bürgermeisterwahl die Sensation geschafft, 40,1 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich zu vereinen. Keiner seiner drei Mitbewerber konnte ein ähnlich gutes Ergebnis erreichen. Damit hat der Parteilose für sich die besten Voraussetzungen geschaffen, um nun als klarer Favorit in die Stichwahl zu gehen, die am Sonntag, 27. September stattfindet. Das Stechen ist notwendig, weil gestern keiner der vier Bewerber mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erringen konnte.

Gegen Buschmann tritt dann Werner Schulte von der SPD an. Er erreichte mit 24,6 Prozent der Stimmen das zweitbeste Ergebnis. Der Christdemokrat Michel Helmich brachte es auf 21,9 Prozent, und Ralf Lange von den Engagierten Bürgern Hünxe (EBH) musste sich mit 13,4 Prozent zufrieden geben. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,5 Prozent. Bei der Bürgermeisterwahl im August 2009 in Hünxe, bei der Hermann Hansen gewählt wurde, betrug sie noch 63,3 Prozent.

Nachdem gestern die Wahllokale um 18 Uhr geschlossen hatten und die ersten Stimmbezirke ausgezählt waren, zeichnete sich bereits recht früh ab, dass es eine Überraschung geben würde. Wer damit gerechnet hatte, dass die Bürgermeisterbewerber von CDU und SPD in die Stichwahl gehen würden, musste erkennen, dass Dirk Buschmann einer der beiden Kandidaten für den bevorstehenden neuen Wahlgang sein wird. Der 47-jährige Diplom-Verwaltungswirt, der früher in der Hünxer Gemeindeverwaltung gearbeitet hat, schaffte das Kunststück, in neun von elf Wahllokalen die meisten Stimmen zu erreichen. Und die Auszählung in den beiden Briefwahlbezirken zeigte ihn ebenfalls mit einem deutliche Stimmenvorsprung.

In zwei Wahllokalen schaffte Dirk Buschmann sogar den Sprung über die 50-Prozent-Marke. Viele Glückwünsche zu diesem außerordentlichen Wahlergebnis konnte Buschmann gestern Abend nach der Wahlpräsentation im Hünxer Rathaus entgegen nehmen. Die Anspannung der zurückliegenden Tage und Wochen fiel von ihm ab. Er lächelte und konnte sein Glück kaum fassen. "Dieses Ergebnis habe ich in keinster Weise erwartet, es hat mich in seiner Deutlichkeit überrascht", gestand Buschmann, der auch in den vergangenen zwei Wochen, trotz Urlaub, noch beruflich stark eingespannt war. "In die Stichwahl gehe ich mit breiter Brust, und ich denke schon, dass ich sie auch gewinnen werde", so Buschmann zuversichtlich. Er glaubt, dass seine Parteilosigkeit ihm viele Stimmen eingebracht hat.

Das Ziel, in die Stichwahl zu kommen, hat Werner Schulte erreicht. Er hätte sich allerdings ein paar Prozentpunkte mehr gewünscht, wie er sagte. "In den kommenden zwei Wochen werde ich noch einmal richtig Gas geben", kündigte der Sozialdemokrat an. Enttäuscht zeigte sich Michael Helmich von der CDU, der es nicht in die Stichwahl geschafft hat. Er kennt auch den Grund: "Die Hünxer wollen weiter einen parteilosen Bürgermeister." Dass Buschmann mehr als 40 Prozent holen würde, damit hatte Helmich nicht gerechnet.

Sportlich zeigte sich Ralf Lange, der es nach eigener Aussage nicht ins Endspiel geschafft hat. Er ist sich sicher, dass die Stichwahl spannend wird, wenngleich der EBH-Mann davon ausgeht, dass Dirk Buschmann als Sieger aus der bevorstehenden Stichwahl hervorgehen und damit neuer Chef im Hünxer Rathaus werden wird. 

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