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Hünxe
Hünxer Parteichef Jan-Schulte-Reh will "Bock machen auf SPD"

Hünxe. "Wir müssen raus zu den Menschen, dahin, wo das Leben stattfindet. Wir müssen weiter im Gespräch mit den Bürgern bleiben und für unsere Ideen werben." Das sagte Jan Scholte-Reh im April, als ihn die Hünxer Sozialdemokraten zum neuen Parteivorsitzenden wählten und einen Generationswechsel vollzogen - nicht nur an der Spitze: Fast die Hälfte des neugewählten 15-köpfigen Vorstands ist jünger als 40 Jahre. Jetzt ist Jan Scholte-Reh gut 100 Tage im Amt. Von Peter Neier

Um die Menschen mitzunehmen, habe die SPD in Hünxe (derzeit 138 Mitglieder) mit Marktplatzgesprächen und anderen Dialogformen bereits den richtigen Weg eingeschlagen, dieser müsse nun konsequent weiter gegangen werden, sagt der 29-Jährige. Er nennt etwa Mitgliederinformationen als Newsletter, Besuche vor Ort, Talkrunden, Workshops zu gemeindlichen Themen wie Marktplatzumgestaltung, Neugestaltung Sportplatz Bruckhausen, Barrierefreiheit. "Wir wollen unsere politische Arbeit zeitgemäßer gestalten und hierbei auch die Chancen der Digitalisierung nutzen." Dabei gelte es, Neumitglieder an das Parteileben heranzuführen. Als Mitgliederbeauftragte sei hier Waltraud Schilling gewählt worden.

Herzensthema des neuen Vorsitzenden ist die Nachwuchsförderung: "Junge Mitglieder sollen langsam darauf vorbereitet werden, in der Partei und Kommunalpolitik Verantwortung zu übernehmen." Ein jüngerer Kern könne die Älteren neu motivieren: "Alle müssen wieder Bock haben auf SPD!", so Scholte-Reh.

Für Ende August sei ein für alle Interessierte offenes World-Café geplant - mit Tischgruppen zu Themen wie: Was ist sozialdemokratische Politik? Wie geht es weiter mit der Bundespartei? "Als junger Vorsitzender wird das für mich schwierig zu moderieren." Auch werde derzeit die 70-Jahr-Feier der SPD Hünxe für November geplant (1946 gründeten sich die ersten Ortsvereine auf Hünxer Boden).

Als weitere kommunale Themen nennt Scholte-Reh auch eine Verbesserung von Angeboten für Jugendliche. So setzte sich die Hünxer SPD für das Jugendtaxi ein, denn die Busverbindung nach Dinslaken und Wesel abends und am Wochenende sei schlecht.

Ebenso müssten mehr Aufenthaltsplätze für junge Leute geschaffen werden. Auch eine Stärkung des Ehrenamts und der Vereinsarbeit sei wichtig, in Zusammenarbeit mit Gemeinde und Schulen. Der neue Hünxer SPD-Vorsitzende spricht hier von einem "Markt der Möglichkeiten" - einer Ehrenamtsbörse, wo sich Vereine und Organisationen vorstellen.

Und: "Wir müssen den 'Wettbewerb der Ideen' fortsetzen, ohne Unterschied, ob von Partei A oder B initiiert, und ohne Gezänke über die Medien", fordert Jan Scholte-Reh. "Es gibt einige Baustellen, die man hier und da beackern muss, aber die Stimmung ist gut, diesen Wind zu nutzen. Wichtig bei allem ist, es soll Spaß machen, denn unsere Arbeit ist ehrenamtlich."

Quelle: RP
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