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Hünxe/Voerde/Popayán
"Ich bleibe für immer Niederrheiner"

Hünxe/Voerde/Popayán: "Ich bleibe für immer Niederrheiner"
Die Gastfamilie: Julian Arroyo, Frederik Terfurth, Natalia Arroyo, Sergio Arroyo und Raquel Arroyo. FOTO: privat
Hünxe/Voerde/Popayán. Der Hünxer Gesamtschüler Frederik Terfurth verbringt sein Auslandsjahr in Kolumbien. In Kürze kehrt er zurück nach Deutschland. Er freut sich drauf. Von Frederik Terfurth

Hier sind es nicht hauptsächlich die Temperaturen von derzeit 30 bis 35 Grad, die die Jahreszeiten bestimmen, sondern eher die Niederschläge. Jetzt gehen wir auf das Ende der "Trockenzeit" zu, was man sich aber nicht etwa wie Wüstenklima vorstellen muss. Es regnet nur etwas weniger als gewöhnlich.

Ich lebe hier mit meinen Gasteltern und habe noch einen "Bruder" und eine "Schwester". Meine Schwester habe ich zu Beginn meines Jahres hier kurz kennengelernt; seit Ende August ist sie als Austauschschülerin in Europa. Mein Bruder studiert in Bogota und deshalb sehe ich ihn nur selten. In der Woche sind meine Eltern (beide sind Ärzte) und ich in Arbeit und Schule eingebunden.

Auch meine Eltern haben in der Woche lange Arbeitstage, so dass unsere gemeinsame Zeit sich auf Wochenenden und Urlaub beschränkt. Ich genieße die Zeit, wenn ich mit meinem Gast-Vater zusammen Mountainbike fahre. Das ist einfach klasse und immer wieder ein Erlebnis. Außerdem hat er eine Vorliebe für die Cartagena Juniors. Das ist ein Fußballverein einer anderen kolumbianischen Großstadt (Cartagena). Meine Mutter vertreibt sich einen Teil ihrer (wenigen) Freizeit indem sie mit ihren Schwiegereltern und unserer Haushälterin Karten spielt. Außerdem lässt sie sich gerne die Nägel lackieren, was entweder zu Hause oder im Nagelstudio nach der Maniküre geschieht.

Ein Knaller war der Urlaub mit meiner Familie. Über Weihnachten und die Jahreswende haben wir zunächst Familie in Miami besucht. Ich habe meine Gast-Tante, meinen Gast-Onkel und meine Cousinen kennen gelernt. Da meine Gasteltern sich in dieser Zeit mit neuer Kleidung fürs ganze Jahr eindecken, waren wir in dieser Zeit auch sehr viel shoppen. Anschließend sind wir für eine Woche auf den Bahamas gewesen.

Die Bahamas sind natürlich für einen Niederrheiner ein ganz besonderes Erlebnis. Aber wenn ich ehrlich bin, sind Minusgrade zur Jahreswende dann doch um ein Vielfaches schöner. In dieser Hinsicht bin ich einfach für immer Niederrheiner. Trotzdem war es aber auch toll endlich mal wieder ins Meer zu gehen und im Wasser mit Vater und Bruder ein bisschen Ball zu spielen. Als wir von den Bahamas und aus den USA wieder zurück waren, kehrte auch ziemlich schnell wieder Alltagsstimmung ein. Es gab wieder täglich Reis mit Fleisch und Kartoffeln.

In unserem Haus gibt es vier Katzen die meiner Mutter, meinem Vater, meiner Schwester und meinem Bruder gehören und außerdem noch zwei Schildkröten, ein Papagei und ein Hund die mehr oder weniger allen im Haus gehören. Um diese Tiere kümmert sich hauptsächlich unsere Haushälterin, da meine Eltern schlicht und ergreifend nicht die Zeit dazu haben.

Wir wohnen etwas abgelegen vom Ort, in einer kleinen Wohnsiedlung in einer Hausgruppe mit etwa zehn größeren Einfamilienhäusern. Diese Hausgruppe wird nachts bewacht. Das ist aber hier in Kolumbien normal. Meine Zeit hier ist bald um. Es war ein schöner, erlebnisreicher und lehrreicher Aufenthalt. Doch jetzt freue ich mich auf Deutschland, auf meine Familie und Freunde, die ich bald wiedersehen werde.

Quelle: RP
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