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Hünxe/Zylona
Junge Piloten heben zum Alleinflug ab

Hünxe/Zylona: Junge Piloten heben zum Alleinflug ab
Dennis Hoppe aus Hünxe hat seinen ersten Alleinflug absolviert: Damit hat er die A-Prüfung bestanden. FOTO: MH
Hünxe/Zylona. Mit drei Segelflugzeugen und einem Motorsegler verbrachte der Luftsportverein Dinslaken zwei Wochen in Polen.

Segelflugpiloten nutzen seit vielen Jahren die Sommerferien, um ihre Fähigkeiten und Leistungen zu verbessern. Da es sich häufig noch um Jugendliche handelt, werden dazu Fliegerlager an entfernten Flugplätzen durchgeführt, die mit Zelt und Schlafsack oder in günstigen Hotels ein willkommener Urlaub sind. In diesem Jahr gab es erstmals eine Partnerschaft mit einem polnischen Flugplatz in Zylona Góra (Grünberg). Mit drei Segelflugzeugen und einem Motorsegler verbrachten die Flieger des Luftsportvereins Dinslaken zwei erfolgreiche Wochen im Trainingslager am Flugplatz, 50 Kilometer östlich von Frankfurt an der Oder.

Mehrere Flugschüler wurden auf ihre zukünftigen Pilotenprüfungen vorbereitet. Die Fluglehrer Gerald Jaster und Roland Pischel waren fast pausenlos im Einsatz, um den Nachwuchs bei seinen Manövern sicher wieder auf den Boden zu bringen. In der Summe ergab es 279 Flüge in zwei Wochen mit insgesamt 75 Flugstunden.

Im Fliegerlager konnten die Flugschüler Dennis Hoppe die A-Prüfung (1. Alleinflug), Fabian Kreuzkam und Peter Müller-Mannhard ihre B-Prüfung sowie Fabian Kreuzkam und Maurice Dörnemann ihre C-Prüfung erfolgreich bestehen. Für den ersten erfolgreichen Alleinflug bekam der 14-jährige Dennis Hoppe aus Hünxe natürlich die obligatorische Dusche sowie einen Strauß aus Disteln und Brennnesseln, der ihm das Fingerspitzengefühl für die Thermik bringen soll.

Auf Grund der Prüfungen konnten Dennis Hoppe und Maurice Dörnemann auf den Einsitzer LS 4 umschulen. Vor Ort boten die Gastgeber mit einer Wilga - einem einmotorigen polnischen Flugzeug - recht preisgünstig Flugzeugschlepps für Segelflieger an. Diese Chance nutzten erfolgreich Tom Illing, Eike Leukel, Michael Herbrecht, Fabian Kreuzkam, Albert Riemel und Norbert Dahlhaus, um die begehrte F-Schlepp-Lizenz zu bekommen. Die Ausbildung zum Segelflugzeugführer kann mit bereits 14 Jahren begonnen werden, so dass die Flugschüler sehr früh an die Verantwortung zum Umgang mit wertvollen Flugzeugen herangeführt werden. Auch das Verhalten am und auf dem Flugplatz wird intensiv geschult.

Vom morgendlichen Briefing mit detaillierten Wetteranalysen, über den Aufbau der Segler und das Einhängen der Flugzeuge bis hin zum abendlichen Reinigen aller Flieger und Nachbereiten der Logbücher; der Tag im Fliegerlager war ausgefüllt mit dem abwechslungsreichen Dienst im Team an der frischen Luft. Es gab keine einzige Außenlandung, alle Piloten kamen stets zum Platz zurück.

Eine Besichtigung des Ostwalls mit seinen Bunkeranlagen brachte ein kulturelles Begleitprogramm. Besondere Highlights auf dem großen Flugplatz waren Fallschirmsprünge, Hubschrauberstarts und Kunstflieger. Am letzten Tag erhielten alle Teilnehmer einen Rundflug mit der Antonov II durch die dortige Fliegerstaffel geschenkt.

Den Abschluss boten die Polen mit einem gemeinsamen Grillabend, ein T-Shirt und Buch für jeden sowie eine Überraschungs-Schatztruhe voll von edlen polnischen Produkten. Die Rückkehr zum Flugplatz Schwarze Heide beendete eine erlebnisreiche Zeit. Nun gilt es die erlernten Fähigkeiten an den Wochenenden auszubauen und den Himmel über der Schwarzen Heide zu erobern.

Quelle: RP
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