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Hünxe/Schermbeck
Kanalbrücke an der Maassenstraße für Motorverkehr gesperrt

Hünxe/Schermbeck. Bis zum Frühjahr 2018 soll eine neue Gehwegkonstruktion aus Stahl montiert werden.

Die Brücke über den Wesel-Datteln-Kanal an der Maassenstraße ist für den motorisierten Verkehr gesperrt. Fußgänger und Fahrräder können sie weiter benutzen. Schermbecker können zwar die Straße "Im Aap" als Einbahnstraße in Richtung Gahlen benutzen, aber auf dem Rückweg müssen sie entweder über die A 31 in Dorsten oder über die ausgeschilderte Umleitungsstrecke U 4 über Hünxe, Drevenack, Damm und Bricht nach Schermbeck zurückkehren. Am Dienstagmorgen wurden zwischen 7.25 und 8.25 Uhr die motorisierten Fahrzeuge gezählt. Von 7.25 Uhr bis 7.55 Uhr fuhren 57 Fahrzeuge von Gahlen in Richtung Schermbeck. Von Schermbeck in Richtung Gahlen fuhren 58 Fahrzeuge. Von 7.55 bis 8.25 Uhr waren es 62 Fahrzeuge in Richtung Schermbeck und 43 in Richtung Gahlen. Zu diesem Zeitpunkt war die Brücke noch nicht gesperrt. Wäre sie gesperrt gewesen und alle Fahrzeuge wären - ohne eine Einbahnstraßenregelung - durch die Straße Im Aap gefahren, dann wären in der Hauptverkehrszeit jeweils zwei Fahrzeug pro Minute in eine Richtung gefahren.

"Die sollen das Einbahnstraßenschild sofort beseitigen", empfahl eine verärgerte Gahlenerin, als sie nach 9 Uhr sah, wie wenige Fahrzeuge in beide Richtungen verkehrten, und fügte hinzu: "Für so einen Quatsch müssen wir jetzt bis zu 20 Kilometer Umweg fahren." So einfach das Schild wegnehmen, das geht wohl nicht. Die Gemeindeverwaltung hat entschieden, den Verkehr durch eine Bedarfsampel zu regeln, damit im Falle eines Einsatzes der Feuerwehr die Straße Im Aap so gesperrt werden kann, dass die Feuerwehr freie Durchfahrt hat. "Es ist sicher, dass die Ampel in der nächsten Woche kommt", teilte Marc Lindemanns von der Gemeindeverwaltung an der Baustelle mit.

Unabhängig davon, wie die Verkehrsregelung in den nächsten Wochen erfolgt, werden die Bauarbeiten an der Brücke durchgeführt. Heute soll die unter den Betonplatten ruhende Auflagenkonstruktion begutachtet werden. "Das Ziel besteht darin, bis zum Frühjahr 2018 eine neue Gehwegkonstruktion aus Stahl zu montieren", sagt Franz. Parallel beginnt wohl noch in dieser Woche ein zweiter Schritt. "Es werden bis zum Ende der Sommerferien Schäden an statisch relevanten Bauteilen beseitigt", so Franz. "Es kann sein, dass die Schäden so gravierend sind, dass weitere Instandsetzungsmaßnahmen geplant werden müssen. Schlimmstenfalls kann das sogar zu einem Neubau führen. Das kann dann bis zu sechs Jahre dauern."

Nach den Sommerferien soll ein Gespräch des WSA mit den Betreibern von Versorgungsleitungen (Wasser, Strom, Gas, Abwasserdruckrohrleitung) geführt werden. In diesem Gespräch geht es auch darum, wie die Mitbenutzung der Brücke durch die jeweiligen Versorger finanziert werden soll.

(hs)
 
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