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Hünxe
Krudenburg - besinnlich und romantisch

Hünxe: Krudenburg - besinnlich und romantisch
FOTO: Markus Joosten
Hünxe. Weihnachtsmarkt lockte wieder viele Besucher aus Nah und Fern auf die festlich geschmückte Dorfstraße mit 50 Ständen und seinem Fensterverkauf. Auch Nikolaus besuchte das Lippedorf. Von Lena Semrock

Auch in diesem Jahr war der Krudenburger Weihnachtsmarkt, der traditionell vom Heimatverein Hünxe ausgerichtet wird, wieder sehr gut besucht. Viele Besucher nahmen sogar eine lange Anfahrt in Kauf - Autos mit Kennzeichen aus dem ganzen Ruhrgebiet parkten am Samstag auf den Straßen vor dem Dorfkern. Insgesamt 50 Stände mit süßen Leckereien, selbst gemachten Marmeladen und Likören, herzhaften Speisen wie Flammkuchen und Folienkartoffeln, Glühwein und natürlich Weihnachtsdekorationen sowie kleinen Geschenkartikeln reihten sich in der Dorfstraße aneinander. In Krudenburg besteht der Weihnachtsmarkt jedoch nicht nur aus aufgestellten Ständen. Das Besondere: Hier verkaufen die Anwohner aus den Fenstern ihrer Wohnhäuser - die natürlich ebenso festlich geschmückt sind. Der Fensterverkauf hat seinen ganz besonderen Charme und zieht sich entlang der gesamten weihnachtlich dekorierten Dorfstraße.

Der Vorsitzende des Heimatvereins, Heinrich Rühl, war sich sicher: "Die romantische und besinnliche Stimmung hier ist einmalig am Niederrhein." Das finden auch die 14-jährige Jule Nuyken und Merlin von Mallinckrodt (14) aus Hünxe. Sie lobten die überschaubare Größe des Marktes. "Die Stände sind interessant und es gibt sehr leckeres Essen", sagen sie. Eine etwas weitere Anreise nahm Familie Dudzinski auf sich: Sie kam aus Walsum schon zum zweiten Mal nach Krudenburg. Aufmerksam auf den Markt wurden sie letztes Jahr durch einen Fernseh-Bericht. "Die Stimmung ist einfach besonders, vor allem durch den Verkauf aus den Wohnhäusern", sagt die 74-jährige Helga Dudzinski. "Außerdem ist alles handgemacht - das sind keine Profi-Stände mit Massenanfertigungen, die es überall gibt", lobt Christiane Dudzinski (49). So verkaufte zum Beispiel der elfjährige Jan gemeinsam mit fünf Freunden selbstgemachte Schlüsselanhänger - in Form von Fischen und Fröschen aus bunten Perlen.

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Willi Dudzinski (78) fiel aber auch ein Nachteil auf - die Parkplatzsituation. "Es war ganz schön stressig, einen Parkplatz zu finden", erzählt er. An der Seite der Straßen musste man wirklich Glück haben, teilweise lange Fußwege in Kauf nehmen. Auch die Rückreise dauerte meist länger, weil sich der Verkehr in der Einbahnstraße vor dem Ortskern durch parkende und wartende Autos anstaute. Parkplatzprobleme - das ist einer der Gründe, wieso der Markt bewusst klein gehalten wird, erklärt Dirk Zimmer aus dem Organisationsteam: "Krudenburg ist ja nicht beliebig erweiterbar." Natürlich soll auch der besondere Charme beibehalten werden. "Wir legen viel Wert darauf, den alten Charakter zu bewahren".

Der Höhepunkt des Weihnachtsmarkts: Der Auftritt des Nikolaus' am Dorfbrunnen. Er stand neben dem Tannenbaum, den die Kinder aus der Kindertagesstätte Hünxe geschmückt haben. Diese sangen gemeinsam für ihn und die Besucher das Lied "Lasst uns froh und munter sein" und sagten ein Gedicht auf. Dafür bekamen sie vom Nikolaus ein großes Lob ausgesprochen sowie einen Weckmann und ein kleines Büchlein geschenkt.

Quelle: RP
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