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Hünxe
Möhnen erobern Hünxe

Hünxe: Möhnen erobern Hünxe
Eine rote Nase gab's für Bürgermeister Dirk Buschmann und für Obermöhne Andrea Wefelnberg den närrischen Ritterschlag. FOTO: Martin Büttner
Hünxe. Bürgermeister Dirk Buschmann kapitulierte vor den jecken Frauen. Von Florian Langhoff

Am Nachmittag hat sich vor dem Hünxer Rathaus eine Truppe aus bunt kostümierten Frauen versammelt. Hexen, Einhörner, Cheerleader und Damen in Trainingsanzügen bereiten sich für ihren Sturmangriff auf die Türe des Rathauses vor. "Ob Asche, Rasen oder Stein - in Bruckhausen soll ein Sportplatz sein", lautet das diesjährige Motto des des 1. Karnevalsvereins "Jeck in Hünx'" und diesem entsprechend ist der Rammbock, mit dem die Möhnen zum Angriff auf die Verwaltung ansetzen möchten, dekoriert: Turnschuhe, Luftschlangen und bunte Ballons befinden sich auf dem Belagerungsgerät. Obermöhne Andrea Wefelnberg, selbst in bunter Trainingskleidung angetreten, bläst per Trillerpfeife zur Attacke. Die jecken Frauen schnappen sich den Rammbock und attackieren damit den Eingang des Rathauses. Lange hält dieser dem närrischen Angriff nicht stand, und Bürgermeister Dirk Buschmann kapituliert und verliert seine Krawatte.

Mit allerlei Sportutensilien war der Rammbock geschmückt, mit dem die Möhnen die Hünxer Rathauspforte traktierten. FOTO: Martin Büttner

Im Saal des Hünxer Rathauses begrüßt der Bürgermeister die Möhnen mit einer eigens verfassten Büttenrede, wobei sich die Frauen besonders darüber amüsieren, dass dem ersten Bürger der Gemeinde dabei zwei Mal das Mikrofon ausfällt. Dabei greift Dirk Buschmann das Motto des Karnevalsvereins auf, wandelt es aber leicht ab. "Ob Asche, Rasen oder Stein - in Bruckhausen wird ein Sportplatz sein", verspricht er. Stimmung im Rathaussaal. Dann überreicht der Bürgermeister den Schlüssel der Gemeinde an Marianne Günther, die Kassiererin des Karnevalsvereins. "Wir haben jetzt die Macht. Jetzt wird gefeiert und gelacht", verkündet diese, und die Möhnen jubeln triumphierend über die gewonnene Schlacht.

Traditionell wird während der Altweiberfeier im Rathaussaal auch ein neuer Ritter des Karnevalsvereins geschlagen. Dieses Mal fällt die Wahl auf Andrea Wefelnberg, die nicht nur Gründungsmitglied des Vereins ist, sondern auch als Vorsitzende, Archivarin und kreativer Kopf beim Wagenbau ihre Talente einbrachte und einbringt. "Ich habe heute mit vielen Dingen gerechnet, aber damit nicht", erklärt die neue Ritterin nach dem empfangenen Ritterschlag. Mit einem Zug durch die Gemeinde und einer Feier geht es nach dem Sturm auf das Rathaus weiter im Programm der Hünxer Jecken.

Quelle: RP
 
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