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Hünxe
Poker und Roulette wie in Las Vegas

Hünxe: Poker und Roulette wie in Las Vegas
FOTO: Heiko Kempken
Hünxe. Bei den Hünxer Ferienspielen verwandelte sich das Evangelische Jugendhaus in ein Casino. Von Peter Neier

"Welcome To Las Vegas" hieß es gestern Nachmittag im Evangelischen Jugendhaus Hünxe an der Dorstener Straße 9. Im Rahmen der Ferienspiele der Gemeinde verwandelte sich das JUX wieder für ein paar gesellige Stunden in ein Casino. Auf neun Jungen und Mädchen im Alter von zehn bis 14 Jahren warteten dabei die klassischen Spiele Roulette und Pokern, aber auch das einfachere Kartenspiel "Schwimmen" und das Würfelspiel "Bunkern". Zur Erfrischung in den Pausen gab es alkoholfreie vitaminreiche Cocktails wie "Spirit" (mit Ananas), "Happy Day" (frischer Apfel) und "Heaven" (Orange und Co.), liebevoll und bunt zubereitet von Ingrid Goch in Plastikbechern mit Eis und natürlich, wie es sich gehört, mit Zuckerrand und Strohhalm. Auch Knabbereien standen bereit.

An drei Tischen wurde gespielt, die schummrige Beleuchtung samt Disco-Kugel im großen Raum verfehlte nicht ihren Reiz. "Es gibt für jeden Teilnehmer vier Spiele und nochmal ein Wunschspiel, also fünf Runden zu je 20 Minuten", klärte Jugendleiter Thomas Lendzian auf und versprach einen ganz kleinen finanziellen Anreiz. "Pro Spiel erhält der Dritte einen Cent, der Zweite zwei Cent und der Erste fünf Cent, der Gesamtsieger bekommt einen Zehn-Euro-Gutschein für die Eisdiele. Es kann sich also lohnen, hier zu gewinnen."Kaum ausgesprochen, hatten sich schnell jeweils drei Dreier-Gruppen um die Tische postiert. Zwar überwog das legere T-Shirt, einige Jungen hatten sich aber auch ein Hemd, ein Mädchen ein Kleid angezogen. "Chic machen ist erwünscht", stand ja auch auf der Einladung zu diesem Programmtag der Ferienspiele. Während Betreuerin Teresa Rasche beim "Bunkern" und Betreuer Tom Brinkmann beim "Schwimmen" erklärend mit am Tisch saßen, hatten sich Thomas Lendzian dem Pokern und Pastorin Hanna Maas dem Roulette verschrieben. "Wer von euch hat schon einmal gepokert oder Roulette gespielt?", fragten sie und ernteten sowohl Nicken als auch Kopfschütteln. "Okay, einige von euch kenne ich noch aus dem letzten Jahr, aber wir erklären alle Spiele noch einmal für alle genau", so die Pastorin, die im JUX "immer für Roulette zuständig" ist und es auch gern zu Hause gespielt hat.

"Es ist schön und wichtig, gemeinsam an einem Tisch ein Brett- oder Kartenspiel zu spielen, besser als manches Spiel auf der Playstation", sagt Lendzian. Den Vorwurf einer einzelnen Person in einer anonymen E-Mail im Vorfeld, der gestrige Nachmittag sei eine "Anleitung zum Glücksspiel mit Cocktailtrinken", lassen Maas und Lendzian nicht gelten. "Wir müssen mit Kindern auch Sachen machen, die nicht an die Bibel gebunden sind." Nach zweieinhalb Stunden gingen alle Teilnehmer mit ein paar gewonnenen Cent in der Tasche zufrieden nach Hause.

Quelle: RP
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