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Hünxe
Ricoh schließt seinen Standort in Hünxe

Hünxe: Ricoh schließt seinen Standort in Hünxe
Ricoh gibt seinen Standort in Hünxe auf. Der Betrieb an der Werner-Heisenberg-Straße wird Mitte nächsten Jahres geschlossen. FOTO: Martin Büttner
Hünxe. Der IT-Betrieb an der Werner-Heisenberg-Straße wird zum 30. Juni 2016 aufgegeben. Die dortigen Tätigkeiten werden in die Deutschlandzentrale nach Hannover verlegt. Etwa 60 Hünxer Mitarbeiter sind von den Plänen betroffen. Von Heinz Schild

Ricoh Deutschland wird seinen Standort in Hünxe aufgeben. Das Unternehmen, das an der Werner-Heisenberg-Straße 2 eine Niederlassung für IT Services & Lösungen betreibt, verlagert diesen Aufgabenbereich in die Zentrale nach Hannover, wie Mario Di Santolo, Pressesprecher von Ricoh Deutschland, auf Nachfrage der Rheinischen Post erklärte. "Die Schließung des Hünxer Standortes soll zum 30. Juni 2016 erfolgen." Davon betroffen sind rund 60 Mitarbeiter.

Wie Di Santolo weiter erklärte, wird es für sie einen Interessenausgleich geben. Etwa 30 Beschäftigten in Hünxe wurden nach seinen Worten bereits konkrete Arbeitsplätze in der Unternehmenszentrale in Hannover oder am Standort Mönchengladbach angeboten. Der Mietvertrag für die Betriebshallen an der Werner-Heisenberg-Straße in Bucholtwelmen sind gekündigt, wie der Unternehmenssprecher erklärte.

Hünxe ist für Ricoh ein Logistikstandort, an dem IT-Geräte (auch Monitore) gelagert werden und die Vorinstallation von Bürokommunikationssystemen stattfindet. Dort werden beispielsweise entsprechende Produkte repariert, Software wird aufgespielt, Notebooks werden für die Wiedervermarktung fit gemacht, wie Di Santolo erläuterte. Da das in Hünxe zur Verfügung stehende Betriebsgelände riesig ist, ist nach seinen Worten absehbar gewesen, dass es irgendwann eine Anpassung geben werde.

Die Schließung des Standortes begründet Ricoh damit, die europaweite Lieferkette optimieren und zentralisieren zu wollen. Auch in der Firmenzentrale Hannover stehen deshalb tiefgreifende Veränderungen an. Langfristig will das Unternehmen, so Di Santolo, im IT-Geschäft weiter wachsen.

In der Gemeinde Hünxe ist Ricoh noch nicht lange präsent. Das Unternehmen übernahm zum 1. Juli 2012 das Systemhaus Ada, das damals insolvent war und für das ein Käufer gesucht wurde. Ricoh erwarb das Unternehmen und führte den operativen Geschäftsbetrieb von Ada weiter. Neben dem Hünxer Standort wurden damals auch die Niederlassungen in Hamburg, Münster, Mönchengladbach, Willich, Heilbronn und München mit insgesamt rund 620 Mitarbeitern übernommen. Erklärtes Ziel von Ricoh war es, das IT-Geschäft mit mittelständischen Unternehmen und Großkunden auszubauen - dies im Zuge eines Wandels hin zu einem dienstleistungsorientieren Unternehmen.

Ricoh ist ein Technologieunternehmen, das sich auf Bürokommunikation, Produktionsdruck, Dokumentenmanagement und IT-Services spezialisiert hat. Mit Hauptsitz in Tokio ist es in 180 Ländern präsent und beschäftigt weltweit etwa 100 000 Mitarbeiter. In Deutschland gibt es neben der Zentrale in Hannover unter anderem Niederlassungen in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München. Beschäftigt werden deutschlandweit etwa 3400 Mitarbeiter.

Quelle: RP
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