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Hünxe
Schwerer Wildunfall: Klein-Lkw kollidiert mit Hirsch

Hünxe. Der 16-Ender mit 141 Kilogramm Körpergewicht verendet an der Unfallstelle. Fahrzeuginsassen unverletzt.

Zu einem schweren Wildunfall ist es am Mittwochnachmittag auf der Bergerstraße in Höhe Schwarze Heide gekommen. Beteiligt war einer der kapitalsten Hirsche der umliegenden Wälder. Ein Rotwildrudel von acht Hirschen versuchte, über die Felder in die südlichen Wälder zu gelangen. Ein Autofahrer aus Meppen erkannte die Gefahr zu spät und stieß mit dem ersten Hirsch zusammen.

Alle drei Fahrzeuginsassen blieben bis auf einige Glassplitterspuren unverletzt, der Klein-Lkw wurde aber so stark beschädigt, dass er nicht mehr fahrbereit war.

Der 16-Ender mit 141 Kilogramm Körpergewicht verendete an der Unfallstelle. Das imposante Geweih und der massige Körper beeindruckten nicht nur die Unfallfahrer, sondern auch alle an der Unfallaufnahme beteiligten Polizeibeamten, Abschlepper und Jäger. Werner Meemken, Revierförster des angrenzenden Regionalverbands Ruhr erläuterte: "Wenn zur hellen Nachmittagszeit ein Rudel Hirsche so panikartig unterwegs ist, muss wieder einmal ein unvernünftiger Waldbesucher mit freilaufendem Hund abseits der Wege unterwegs gewesen sein." Der Rotwildgutachter und staatliche Förster Michael Herbrecht weist auf die durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Kilometer in der Stunde gesicherte Gefahrenstelle hin. Der Unfall ereignete sich genau vor dem dort aufgestellten Wildwarnschild.

"Der Beifahrer hatte großes Glück, dass der Fahrer die erlaubte Geschwindigkeit eingehalten hat. Das Hirschgeweih hatte so über die Motorhaube in die Windschutzscheibe eingeschlagen, dass ein Loch in Kopfhöhe geschlagen wurde. Bei größerer Geschwindigkeit, wäre es unweigerlich zu schweren Verletzungen gekommen."

Quelle: RP