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Hünxe
SPD und Grüne kritisieren Bürgermeister

Hünxe. Sie werfen Dirk Buschmann vor, beim Thema Sportplatz Bruckhausen "Stillschweigen" gebrochen zu haben.

Die beiden Hünxer Fraktionsvorsitzenden Horst Meyer (SPD) und Heike Kohlhase (Bündnis '90/Die Grünen) wundern sich darüber, dass Bürgermeister Dirk Buschmann sich öffentlich zu Details des Arbeitskreises Sportplatz Bruckhausen geäußert habe, obwohl Stillschweigen darüber vereinbart worden sei. "Wir sind sehr überrascht. Eigentlich war auf Initiative des Bürgermeisters ein 'Stillschweigen' im Arbeitskreis Sportplatz Bruckhausen vereinbart worden", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. "Obwohl wir gegen eine Wohnbebauung auf dem Sportplatz sind, haben wir uns aus Respekt vor der Vereinbarung zurückgehalten, um zunächst das Protokoll der Sitzung abzuwarten. Jetzt prescht ausgerechnet der Bürgermeister vor, der das 'Stillschweigen' zunächst eingefordert hatte."

Stattdessen hätte man sofort Transparenz herstellen und die Menschen informieren müssen, sagen Meyer und Kohlhase. "Politik und Verwaltung wissen um die Kontroversen in Bruckhausen. Ein großer Teil der Bevölkerung will keine Wohnbebauung auf dem Sportplatz. Dass die Bruckhausener informiert werden wollen, ist allzu verständlich. Aber durch solch ein Vorgehen wird in Bruckhausen kein Vertrauen gefördert."

Verwundert sei man außerdem über die unvollständigen Aussagen des Bürgermeisters. So suggeriere der Bericht, auf dem Sportplatz sei nach Abschluss des Arbeitskreises keine Wohnbebauung angedacht. "Das ist nicht korrekt", stellen SPD und Bündnis '90/Die Grünen klar. Einig seien sich alle Teilnehmer darin, dass man den Sportplatz grundsätzlich als Sport- und Freizeitfläche erhalten will. Anders sehe es bei einer möglichen Wohnbebauung aus. Hier habe sich im Arbeitskreis eine knappe Mehrheit für die perspektivische Möglichkeit einer Wohnbebauung durchgesetzt - gegen die Meinungen der Bruckhausener Vereine, der SPD und Bündnis '90/Die Grünen. Die Rede sei von einer schmalen Wohnbebauung entlang des Waldwegs oder auf der anderen Seite des Platzes parallel zu den Garagen zwischen Heinrich-Heine-Weg und Turnhalle.

"Man muss den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber mit offenen Karten spielen, wenn man auf dem Sportplatz die Möglichkeit für eine Wohnbebauung schaffen will", fodern SPD und Grüne.

"Der Arbeitskreis hat jetzt nur eine Empfehlung an den Gemeinderat und die Ausschüsse gemacht", sagen SPD und Grüne. Es obliege nun Politik und Verwaltung, was passieren wird. Allerdings sei zu befürchten, dass sich manche Entscheidungsträger von der Empfehlung des Arbeitskreises leiten lassen werden. SPD und Grüne wollen sich weiter gegen eine Wohnbebauung auf dem Sportplatz aussprechen.

Quelle: RP
 
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