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Hünxe
SPD und Jusos gegen geplanten Sparkurs

Hünxe: SPD und Jusos gegen geplanten Sparkurs
Auch bei der Burghofbühne soll der Rotstift angesetzt werden. Dagegen wehren sich die Theaterleute vehement. Das Foto entstand im Dezember bei einer Protestaktion vor dem Kreishaus in Wesel. FOTO: ema
Hünxe. Unterschriftensammlung gegen Rotstiftpolitik des Jamaika-Bündnisses im Kreistag.

Im März wird der Weseler Kreistag einen neuen Kreishaushalt beschließen. "Was vielen noch nicht ganz klar ist: das "Jamaika"-Bündnis aus CDU, Grünen, FDP und VWG plant einen harten Sparkurs unter dem vor allem die soziale und kulturelle Infrastruktur im Kreis Wesel leiden wird", so Benedikt Lechtenberg, Juso-Vorsitzender in Hünxe. Neben Beratungen für werdende Mütter, Demenzerkrankte und deren Angehörige sowie in den Bereichen Gewaltprävention, Sozialhilfen und Jugendhilfen werde auch bei kulturellen Einrichtungen wie der Dinslakener Burghofbühne der Rotstift angesetzt. Dies geschähe mit dem Ziel, die von den Städten und Gemeinden getragene Kreisumlage zu senken.

Vor diesem Hintergrund will sich die SPD Hünxe zusammen mit ihren Arbeitsgemeinschaften der Jusos und der sozialdemokratischen Frauen (AsF) vor Ort an der Kampagne "Zukunft gib's nicht für lau!" der Jusos Kreis Wesel beteiligen. "Wir wollen an zwei Infoständen auf dem Hünxer Markt über die geplanten Kürzungen im Gespräch und mit Materialien informieren. Darüber hinaus sammeln wir Unterschriften, um ein Zeichen der Bürgerinnen und Bürgern als klare Botschaft an die Kreistagsmehrheit zu setzen."

Im Hinblick auf die anstehenden weitreichenden Entscheidungen bildet sich derzeit ein breites Bündnis von Wohlfahrtsverbänden, Kirchenkreisen, Gewerkschaften, den Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen und anderen, die die geplanten Sparmaßnahmen kritisch sehen.

"Auch die kleine Gemeinde Hünxe wird direkt oder indirekt von den Kürzungen betroffen sein. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzen die sozialen, karikativen und kulturellen Angeboten, die der Kreis stellt oder zumindest fördert", so der Hünxer SPD-Vorsitzende Volker Marquard.

Damit erzeuge man zwar kurzfristig eine Einsparung bei der Kreisumlage, aber langfristig bedeute dies mehr Sozial- und Jugendhilfekosten für die Kommunen. "Wer die in den vergangenen Jahren steigende Kreisumlage senken oder zumindest stabilisieren will, muss in die Kreisverwaltung schauen. Dies werde auch intern mit Nachdruck an den Landrat und die SPD-Kreistagsfraktion kommuniziert.

"Bevor wir das kürzen, was entscheidend zur Lebensqualität im Kreis Wesel beiträgt, sollten zu allererst im Kreis die Hausaufgaben erledigt werden."

Die beiden Informationsstände finden auf dem Hünxer Marktplatz vor REWE statt am Samstag, 13. Februar, ab 9 Uhr (SPD/Jusos) und am Donnerstag, 18. Februar, ab 9 Uhr, während des Markttages (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen).

Quelle: RP
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