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Hünxe
Zu wenig Parkplätze: Anwohner sauer

Hünxe: Zu wenig Parkplätze: Anwohner sauer
Diese beiden Schilder hängen seit ein paar Wochen. FOTO: Lars Fröhlich
Hünxe. Umsetzung des Konzepts Schulwegsicherung sorgt im Hünxer Ortskern für Verärgerung. Bürger der Straße in den Elsen kritisieren Halteverbotszonen rund um das Schulzentrum. Von Michael Turek

Die Schilder hängen noch nicht lange, doch sorgen sie schon für Unmut bei Anliegern der Straße In den Elsen. Im vergangenen Frühjahr hatte die Politik die Planungen zur Schulwegsicherung einstimmig beschlossen. Vor einigen Wochen ist er in die Tat umgesetzt, sind auf den Straßen rund um das Schulzentrum mit Grund- und Gesamtschule Halteverbotszonen eingerichtet worden. Die Halteverbotszonen sind aber nur ein Aspekt, der die Anwohner ärgert. An der Straße In den Elsen fällt zugunsten einer Garagenzufahrt zu einem Neubau ein öffentlicher Parkplatz weg, kritisiert Marco Friedemann. Auf seine Fragen an die Verwaltung, wer die Zufahrt zur Garage genehmigt hat, obwohl dadurch ein öffentlicher Stellplatz wegfalle, habe er noch keine Antwort erhalten. Er fragt sich, wo Anwohner parken, wo Freunde und Verwandte, die zu Besuch kommen, ihre Fahrzeuge abstellen sollen.

Auf einem Zusatzschild heißt es "Parken in gekennzeichneten Flächen erlaubt". Die fehlen aber, erklären Anwohner im Abschnitt der Hausnummer 80 bis 72. Die Parkplatzsituation sei schon vorher nicht gut gewesen, berichtet Friedemann, der vorschlägt auf dem breiten Gehweg, der vorhanden ist, Parkflächen einzuzeichnen.

Weil neue Häuser an der Straße In den Elsen entstehen, kann ein öffentlicher Parkplatz künftig nicht mehr benutzt werden. FOTO: Lars Fröhlich

Wie Friedemann von Bürgermeister Dirk Buschmann erfuhr, sei die derzeitige Parksituation eine Folge der laufenden Bauvorhaben. Wenn diese abgeschlossen seien, würden wieder drei Stellplätze vorhanden sein. Nicht an der bisherigen Stelle, aber in dem Teilabschnitt der Straße In den Elsen, der von der Alten Dinslakener Straße abzweigt.

Die Parksituation war am Mittwoch auch ein Thema im Hauptausschuss. Wie die Verwaltung berichtete, sei der Bebauungsplan für den Bereich In den Elsen so geändert worden, dass nun Stellplätze vor den Häusern möglich seien. Bürgermeister Dirk Buschmann kündigte im Ausschuss zudem an, dass man sich nach Abschluss der Bauarbeiten nochmals mit der Situation beschäftigten werde. Er sagte aber auch, dass es geeignete Parkplätze an der Gesamtschule und am Sportplatz geben würde.

CDU-Fraktionschef Dr. Michael Wefelnberg berichtete, dass er von Anwohnern angesprochen worden und die Situation äußerst angespannt sei. Man sollte daran denken, Parkplätze im öffentlichen Raum zu schaffen. Diesen Aspekt enthält der Beschluss von März 2015. Darin wird die Verwaltung aufgefordert, die Parkverbotszonen einzurichten und neuen Parkraum in zwei Ausbaustufen zu schaffen.

Ein Verkehrsexperte kam vor zwei Jahren zu dem Schluss, dass für das Verkehrschaos rund ums Schulzentrum Unübersichtlichkeit, unzureichende Straßenbreite für Busse, zu hohe Geschwindigkeit und die Parkproblematik verantwortlich seien. Er schlug folgendes vor: Wendeschleife, Einbahnstraße, Standspur, Mittelinsel, Halteverbotszone, Pflasterkissen, neue und markierte Parkplätze, Tempo 30-Schilder. Am Ende beschlossen die Lokalpolitiker die Halteverbotszonen, die nun für den aktuellen Ärger sorgen.

Quelle: RP
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