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Jüchen
24-Jähriger will für FDP in den Landtag

Jüchen: 24-Jähriger will für FDP in den Landtag
Der 24-jährige Simon Kell aus Jüchen ist designierter und bislang einziger Kandidat der FDP für die Landtagswahl. Mitte September präsentiert er sich im Kreisverband zur Kandidatenaufstellung. FOTO: FDP
Jüchen. Simon Kell aus Hochneukirch möchte in die Fußstapfen von Christian Lindner treten, der mit 21 Jahren, "Bambi" genannt, in den Landtag NRW einzog. Bislang ist Kell der einzige designierte FDP-Landtagskandidat im Rhein-Kreis. Von Gundhild Tillmanns

Ein 24-Jähriger aus der FDP Jüchen soll die Region für die Liberalen wieder in den Landtag NRW katapultieren: Simon Kell aus Hochneukirch heißt der Hoffnungsträger vom Niederrhein. Ob er tatsächlich das Rennen um die Stimmen im Wahlkreis Neuss III mit Jüchen, Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch gewinnen kann? Kell ist zuversichtlich, setzt die FDP Jüchen doch mit ihm in guter Liberalen-Tradition auf einen jungen, dynamischen Mann. Kein Wunder: Denn nicht nur Kells Vorbild ist dabei der FDP-Bundesvorsitzende und Chef der Landtagsfraktion, Christian Lindner. Der war lange Jahre das "Bambi" im Landtag NRW, in den er erstmals als 21-Jähriger einzog.

Mit seinen 24 Jahren möchte Simon Kell nun "das repräsentieren, was die neue FDP ausmacht", wie er selbst seine Positionen zusammenfasst. Er stehe für einen jungen, neuen Stil, sagt der FDP-Ortsverbandsvorsitzende. Und welche Chancen rechnet sich Kell aus, tatsächlich in den Landtag gewählt zu werden? Schließlich nimmt er es mit dem ehemaligen CDU-Minister Lutz Lienenkämper auf, der 2012 mit 41 Prozent in den Landtag gewählt wurde und nun wieder antritt.

Wenn er kein Direktmandat hole, dann gehe es ihm aber darum, die FDP wieder mit nach vorne zu bringen auf Gemeinde-, Kreis und Landesebene, sagt der Kreistagsabgeordnete Simon Kell und wird deutlich: "Die Landtagswahl ist für uns als FDP besonders wichtig im Hinblick auf die Bundestagswahl."

Vom FDP-Kreisverband und den Ortsverbänden fühle er sich bereits unterstützt, seitdem er sich übrigens bislang als einziger im Rhein-Kreis Neuss für eine FDP-Landtagskandidatur gemeldet habe, berichtet Kell. Nun folgten allerdings zunächst die Formalien: "Am 22. Juni werde ich beim Kreisvorstand offiziell gemeldet, die Wahlversammlung findet dann Mitte September statt", erläutert der designierte Landtagskandidat.

Eine große optische Veränderung wird der 24-Jährige, der privat zwar Jeans trägt, aber in seiner Tätigkeit als Banker natürlich Anzüge, nicht vollziehen müssen. Er gibt aber zu: "Ich habe manchmal das Problem, dass mich Leute wegen meines jungen Alters nicht sofort ernst nehmen." Seine Themen für den Landtagswahlkampf hat Kell schon in Abrufbereitschaft: "Ich habe drei Themenschwerpunkte und dazu gehört auch die Bildung," sagt der Landesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen NRW. Dieses Amt hat er im vergangenen Jahr übernommen. Im Kreistag ist er seit 2014 im Krankenhaus-, Sport- und Sozialausschuss. Kell fordert zudem mehr Medienkompetenz für Schüler: "Im Zeitalter der Digitalisierung sollten Schüler ihre Tablets und Smartphones mit in den Unterricht bringen dürfen", meint Kell. Sein Anliegen für die Landespolitik sei außerdem das Thema "Wie geht es weiter mit der Energiewirtschaft im Rhein-Kreis Neuss?" und die Infrastruktur: "Die Autobahnen sind bei uns ständig überlastet. Man muss sie erweitern. NRW hat jährlich 280.000 Kilometer an Staus zu verzeichnen." Übrigens hat es schon einmal ein Jüchener "Bambi" versucht, in den Landtag gewählt zu werden. Das war im Jahr 2010 der damals 26-jährige Jan Cwik.

Quelle: NGZ
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