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Jüchen
350.000 Euro für neue Straße und Kanäle

Jüchen: 350.000 Euro für neue Straße und Kanäle
Die Walter-von-Schönheit-Straße gehört zu den maroden Straßen in der Gemeinde. Fahrbahn und Kanal werden ab 2016 saniert. FOTO: L. Berns
Jüchen. Mit der Walter-von-Schönheit-Straße beginnt die Gemeinde 2016 ihr Straßensanierungsprogramm. Dafür laufen zurzeit Untersuchungen. Von Daniela Buschkamp

Nach der Frostperiode 2016 will die Gemeindeverwaltung mit einem der größten Kanal- und Straßenbauprojekte beginnen. Insgesamt rund 350 000 Euro werden in die Walter-von-Schönheit-Straße investiert; zudem werden in einem Teil der Martinusstraße neue Kanalrohre verlegt. An den Kosten für den Straßenbau müssen sich die 20 Anwohner beteiligen. Sie haben sich bei einer Bürgerversammlung mehrheitlich für eine 7,50 Meter breite Straße entschieden. Für ein 500 Quadratmeter großes Grundstück fallen etwa 3400 Euro an.

Die Gemeindeverwaltung lässt zurzeit 28 schadhafte Straßen genauer untersuchen, die meisten stammen wie die Walter-von-Schönheit-Straße aus den 1960er Jahren. Probebohrungen sollen zeigen, welche Schäden in den einzelnen Schichten vorhanden sind, wo eine stellenweise Sanierung ausreicht oder wo ein komplett neuer Aufbau (wie in Bedburdyck) angesagt ist. Technischer Dezernent Oswald Duda geht von "10 bis 15 Straßen" aus, die langfristig hergerichtet werden müssen. Sie landen auf einer Prioritätenliste.

Die Walter-von-Schönheit-Straße gehört zu den maroden Straßen in der Gemeinde. Fahrbahn und Kanal werden ab 2016 saniert. FOTO: Berns

Über eine Strecke von 150 Metern wird auf der Walter-von-Schönheit-Straße eine neue Fahrbahn aufgebaut, über eine Distanz von 50 Meter auf der Martinusstraße. Zugleich werden der Mischwasserkanal und die Hausanschlüsse zu den einzelnen Grundstücken erneuert.

"Die Walter-vonSchönheit-Straße zählt zu den ältesten Straßen im Gemeindegebiet", sagt Technischer Dezernent Oswald Duda. Die Fahrbahn weist zahlreiche Löcher auf, im Asphalt verlaufen Rillen, ein frostsicherer Aufbau fehlt. Zwar seien die Mängel noch nicht so groß, dass dort ein Sicherheitsrisiko bestehe. Doch auf der "Zu erledigen"-Liste nimmt die Straßen eine vordere Position ein. Warum am Kanal gearbeitet werden muss: Im rund 60 Jahre alten Bauwerk gibt es zahlreiche Lecks, da die zur Dichtung verwendeten Teerseile teilweise verrottet sind. Da kein Versorger gleichzeitig Leitungen verlegt, muss die Gemeinde den Kanalbau allein finanzieren. Um für den geplanten Glasfaser-Ausbau gerüstet zu sein, sollen auch zwei Leerrohre verlegt werden. "Das machen wir bereits seit drei, vier Jahren bei allen Neubauprojekten in der Gemeinde", erläutert Oswald Duda.

Kanal- und Straßenbau sollen in drei Monaten abgewickelt sein. "Wir wollen den Frost abwarten", berichtet der Technische Dezernent. Obwohl die Straße komplett gesperrt wird, sieht er keine Probleme, dass etwa Rettungsfahrzeuge oder Pflegekräfte die Häuser nicht erreichen können: "Es handelt sich um eine Wanderbaustelle." Die Straße werde zwar aufgerissen, sei aber dennoch befahrbar.

Quelle: NGZ
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