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Jüchen
371 Flüchtlinge in Jüchen - kaum noch Neuzugänge

Jüchen. Aktuell leben in der Gemeinde Jüchen 371 Flüchtlinge, von denen 93 eine Wohnsitzauflage haben und damit verpflichtet sind, einen festen Wohnsitz im Gemeindegebiet nahzuweisen: Darüber informiert die Gemeindeverwaltung jetzt den Sozial- und Rechtsausschuss. Die Zahl der Zuweisungen sei in den vergangenen Monaten rückläufig. Im Mai habe es sieben, im Juni sechs und im Juli nur eine Zuweisung von Asylbewerbern gegeben, meldet die Gemeinde. 197 Flüchtlinge erhalten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und 154 Leistungen nach SGB II und SGB XII. Von den 197 Flüchtlingen, die Ansprüche nach dem Asylbewerberleistungsgesetz haben, gehen 24 einer von der Ausländerbehörde genehmigten Erwerbstätigkeit nach, informiert die Verwaltung weiter.

Sie listet auch die Nationalitäten der Flüchtlinge auf, die in angemieteten und gemeindeeigenen Unterkünften leben. Mit 31, 30, 21 und 20 Personen machen die Iraker, Iraner, Syrer, Nigerianer und Mazedonier den Hauptanteil aus. 18 weitere Flüchtlinge stammen aus Afghanistan, jeweils 14 aus Eritrea und Guinea. Weitere Flüchtlinge kommen laut Gemeindestatistik aus Ägypten (2), Albanien (10), Algerien (4), Angola(1), Armenien (4), Aserbaidschan (1), Bangladesch (7), China (1), Ghana (1), Indien (1), Kamerun (1), Kongo (1), Kosovo (7), Libanon (4), Mali (2), Marokko (1), Mongolei (4), Pakistan (8), Russland (4), Serbien (11), Somalia (2), Tadschikistan (1)sowie der Türkei (5).

In der Unterkunft Jülicher Straße 36 sind aktuell 48 Flüchtlinge untergebracht. Platz wäre für maximal 108 Bewohner. An der Jülicher Straße 34 wohnen 43 Flüchtlinge, Platz wäre dort für 80. Die Wanloer Straße 22 ist mit 45 von 80 möglichen Personen belegt, die Wickrather Straße 61 mit neun von 22 Plätzen, das Bürgerhaus in Priesterath mit zehn von 24. Für das zweite Quartal 2017 hat die Gemeinde Jüchen insgesamt 761.425 Euro an Zuwendungen für Flüchtlinge erhalten, wobei der Kostenerstattung vom Land 477.855 Euro betragen hat. Demgegenüber standen Aufwendungen in Höhe von insgesamt 846.361 Euro. Alleine für die Grundsicherung fielen knapp 300.000 Euro an. Für Gebäudemieten zur Flüchtlingsunterbringungen schlugen knapp 143.000 Euro zu Buche, für die eigene neue Unterkunft an der Jülicher Straße knapp 225.000 Euro allein für Hochbaukosten.

(gt)
 
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