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Jüchen
40 Jüchener radeln mit dem Bürgermeister ins Nikolauskloster

Jüchen. Der 90-jährige Manfried Lang war der älteste Teilnehmer der Radtour, zu der Bürgermeister Harald Zillikens eingeladen hatte. Von Christian Kandzorra

Die Gemeinde wird immer fahrradfreundlicher. Das ist es, was Bürgermeister Harald Zillikens zeigen will, wenn er zu einer Radtour einlädt. Um die Gemeinde genauer zu erkunden, hatten sich jetzt rund 40 Radfreunde dem Bürgermeister angeschlossen und sind mit ihm vom Haus Katz aus zum rund neun Kilometer entfernten Nikolauskloster geradelt. Unter den Teilnehmern, die sich auch auf die neun Kilometer lange Rückfahrt über die Dörfer Wallrath, Rath, Mürmeln, Kelzenberg und Garzweiler zum Haus Katz nach Jüchen begaben, war auch der 90-jährige Manfried Lang aus Gierath. Er sieht aus wie 70. "Und ich fühle mich wie 60", sagt der 90-Jährige, der regelmäßig wandert und Fahrrad fährt.

Nach dem Start am Haus Katz ging es nach Herberath, durch Gierath, Stessen, Aldenhoven und Damm zum Nikolauskloster. Vorne weg fuhr Harald Wilbertz von den Radfreunden Jüchen als "Navigator". Gerade mal eine halbe Stunde brauchten die Radfahrer - viele mit E-Bikes - bis zum Nikolauskloster. Pater Felix Rehbock führte die Radfahrer in Räume, die viele von ihnen zum ersten Mal sahen: etwa in den ersten Stock, wo es einen langen Flur gibt, von dem etliche Zimmer abgehen. Ein bisschen sieht es dort aus wie im Hotel. "Unser Kloster ist aber nicht mit einem Hotel zu vergleichen. Wir stellen nur ein Bett zur Verfügung", betont Rehbock, der auf humorvolle Art durch das Heim der Oblatenmissionare und über das Außengelände führte. Interessant: Im ersten Obergeschoss des Klosters ist eine sogenannte Kölner Decke gezogen. Die besteht aus mehreren Materialien, darunter Stroh, Kuhmist und Lehm - und ist in ihrer Form extrem selten. Eine Kölner Decke gibt es, wie der Pater sagte, nur selten in Europa. Eine weitere befindet sich im Schloss Dyck.

Es sind die kleinen Details, die die Besucher zum Staunen bringen. Dazu zählt auch ein großer chinesischer Kaiserbaum, der vor rund 80 Jahren im Innenhof des Klosters von der letzten Fürstin von Schloss Dyck gepflanzt worden sein soll. Das Kloster ist auch zur neuen Heimat einer syrischen Flüchtlingsfamilie mit drei Kindern geworden. "Darüber hinaus leben im Kloster aktuell sieben Oblatenmissionare und vier junge Menschen, die sich für ihren weiteren Lebensweg orientieren wollen", erzählt Rehbock.

Im Kloster finden pro Jahr zwischen 140 und 160 Tauffeiern und 90 Trauungen statt. Und es gibt 70 Ehrenamtler, die die Brüder im Kloster mit ihrer Arbeit unterstützen. "Ohne diese Ehrenamtler könnte das Kloster nicht bestehen," betont Klosterchef Pater Felix.

Quelle: NGZ
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