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Jüchen
95.000 Euro für Spielplatz-Reparaturen

Jüchen: 95.000 Euro für Spielplatz-Reparaturen
Der Spielplatz an der Stadionstraße wirkt trostlos. Er steht auf der Liste von Spielplätzen, an denen etwas getan werden soll, ganz oben. In der Umgebung befinden sich drei Schulen und das Wohngebiet Auenfeld. FOTO: Berns
Jüchen. Die Gemeinde investiert kräftig in die Spielplätze: Bis März 2017 will sie alle auf Vordermann gebracht haben. Vielerorts hat eine Fachfirma erhebliche Mängel festgestellt. Die Defekte werden jetzt behoben, manche Geräte ganz ersetzt. Von Christian Kandzorra

Seit einiger Zeit wirkt der große Spielplatz an der Stadionstraße in Jüchen trostlos: An den Spielgeräten fehlt Sand, das hölzerne Klettergerüst mit Rutsche macht einen maroden Eindruck, die Natur erobert sich die Tischtennisplatte langsam zurück, und die Seilbahn hat ihre besten Tage auch schon hinter sich. Dabei handelt es sich um einen stark frequentierten Spielplatz, denn in der unmittelbaren Umgebung befinden sich drei Schulen und das neue Wohngebiet Auenfeld, in dem sich viele junge Familien den Traum vom Eigenheim erfüllt haben. Vielleicht steht der Platz auch deshalb ganz oben auf der langen Liste der Spielplätze, die auf Vordermann gebracht werden sollen. Die Verwaltung hat jetzt ein großes Sanierungsprogramm gestartet, für das 95.000 Euro aufgewendet werden. Bis März 2017 sollen alle erkannten Mängel behoben sein.

Die Mängelliste umfasst insgesamt 39 der 45 Spielplätze im Gemeindegebiet, die alle im April von einer Fachfirma inspiziert worden waren. An 29 stehen noch immer teils umfangreiche Reparaturen an - so wie am Spielplatz Stadionstraße, wo alle Spielgeräte sowie der beschädigte Bolzplatz repariert werden und das Areal an sich neu eingegrenzt werden soll. Die Gemeinde Jüchen will für die Reparaturen und die Anschaffung neuer Spielgeräte 2017 noch einmal viel Geld in die Hand nehmen. Die 95.000 Euro sind im Haushalt eingeplant.

Im zuständigen Schul- und Jugendausschuss erläuterte Fachbereichsleiter Bernhard Krahwinkel, dass eine Fachfirma bereits mit der Reparatur der Spielplätze auf den Schulhöfen und den Außengeländen der Kindertagesstätten beauftragt worden sei. In diesem Monat sollen die Arbeitsaufträge für die öffentlich zugänglichen Plätze erteilt sein. Das dürfte vor allem die Kinder freuen: Kürzlich bekanntgegebenen Zahlen zufolge gehen derzeit rund 1050 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren im Gemeindegebiet zur Schule - ein Alter, in dem die meisten Kinder selbstständig Spielplätze aufsuchen.

Um den Überblick nicht zu verlieren, plant die Gemeindeverwaltung ihr Spielplatzkonzept regelmäßig fortzuschreiben. "In der Schul- und Jugendausschusssitzung wurde angeregt, auch die Geburtenentwicklung in den Wohngebieten noch einmal zu überprüfen", sagt Rathaus-Sprecher Norbert Wolf. Damit soll festgestellt werden, in welchen Teilen der Gemeinde besonders viele Kinder leben, so dass die Spielplätze in der Umgebung mit entsprechender Priorität behandelt werden. Bei den Lokalpolitikern stößt das auf Zustimmung.

Erfreulich: Immer mehr Bürger übernehmen auch Spielplatzpatenschaften, bei denen sie die Plätze in ihrer Nachbarschaft sauberhalten und der Gemeindeverwaltung etwaige Mängel melden. Patenschaften bestehen bisher unter anderem für den Spielplatz an der Amselstraße in Jüchen, für das Beachvolleyballfeld an der Feldstraße in Hochneukirch, für die Plätze an der Erftstraße und am Broicher Kaul in Gierath, an der Leostraße in Damm sowie an der Blumenstraße in Neuenhoven und für den Bolzplatz im Ortsteil Hoppers.

Quelle: NGZ
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