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Jüchen
Alter Friedhof soll Bürgerpark werden

Jüchen: Alter Friedhof soll Bürgerpark werden
Stefan Weyerstrass (l.), Bürgermeister Harald Zillikens (r.) und Berthold Holzhöfer, Parkleiter von Schloss Dyck, stellen die Pläne für den Park vor. FOTO: L. Berns
Jüchen. Die Gemeinde will den Alten Friedhof in Hochneukirch neu gestalten. Das Planungsamt hat einen Entwurf mit Themengärten erarbeitet. Von Carstensommerfeld

Der Schmölderpark in Hochneukirch ist neu gestaltet. Nun soll ein weiteres Projekt aus dem Dorfentwicklungskonzept Hochneukirch/Hackhausen verwirklicht werden: die Umgestaltung und Aufwertung des Alten Friedhofs zwischen Weiden- und Rathausstraße. Die Gemeindeverwaltung hat einen Entwurf ausgearbeitet, der im Planungsausschuss vorgestellt wird. Eine Besonderheit: Der Park soll in mehrere Themenbereiche gegliedert werden - einen "Garten im Klimawandel" soll es beispielsweise geben, und einen "Schattengarten".

Einige alte Grabsteine und -platten sind noch erhalten, mehrere rund 150 Jahre alte Lindenbäume prägen die Grünanlage, die Potenzial zu mehr hat: "Wir wollen dort einen Bürgerpark schaffen, die Anlage erweitern und die Aufenthaltsqualität erhöhen", kündigt Bürgermeister Harald Zillikens an. Einige Nachbarflächen mit verwildertem Bewuchs hat die Gemeinde bereits gekauft, 8000 Quadratmeter soll das Areal insgesamt umfassen.

Bei der Arbeit am Dorfkonzept hatten Hochneukircher bereits viele Ideen gehabt: Blumenbeete sollten angelegt, Kunstwerke aufgestellt, Sitzgruppen und ein Garten etwa zur Meditation geschaffen werden. Nun legt Stefan Weyerstrass vom Planungsamt den Entwurf für die Neugestaltung vor. Dafür holt sich die Gemeinde den Rat eines Experten ein - von Berthold Holzhöfer, Parkleiter am Schloss Dyck.

Die erweiterte Grünanlage soll ihr Gesicht deutlich verändern: Der Hauptweg soll im Süden durch eine Pergola aus Rundbögen mit Kletterpflanzen führen. Im Norden zur Weidenstraße hin ist ein Rosengarten etwa mit Kletter- und Strauchrosen geplant. "Wir möchten Gartenbesitzern Anregungen geben", erklärt Weyerstrass. "Seit einigen Jahren geht der Trend hin zu Gärten mit viel Schotter, Stein und Rasen, aber nur mit recht wenigen Pflanzen, die Insekten und Vögeln Nahrung bieten. Wir möchten einen anderen Akzent setzen", sagt Weyerstrass.

Ideen sollen sich Parkbesucher auch im so genannten "Garten im Klimawandel" holen, in dem etwa Lavendel und andere Pflanzen, die auch bei trockenen Sommern gedeihen, wachsen. Auf der anderen Seite des Parks sind ein "Gräsermeer" beispielsweise mit Miscanthus sowie eine angrenzende "Kunstwiese" vorgesehen. ,Dort könnten Künstler Skulpturen aufstelen", so Weyerstrass. Und im "Schattengarten" nebenan sollen Kinder die Möglichkeit haben, auf Bäumen zu klettern.

Die Realisierung des Projekts könnte laut Verwaltung bereits im Winter anlaufen. Die Grabsteine und meisten Bäume sollen stehen bleiben. "Einige Birken und andere Bäume, die ihr Lebensende erreicht haben, werden wir aber wohl fällen", so Stefan Weyerstrass.

Mit der Neugestaltung könnte der Park auch deutlich belebt werden. Das dürfte im Sinne von den Hochneukirchern sein, die im Rahmen des Dorfkonzepts kritisiert hatten, dass der Alte Friedhof zurzeit vor allem als "Hundeausführgebiet" genutzt werde.

Quelle: NGZ
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