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Jüchen
B 59-Baustelle: Schützenfest geht vor

Jüchen: B 59-Baustelle: Schützenfest geht vor
Vom Kreisverkehr an der Odenkirchener Straße sollen die Bauarbeiten an der B 59 Mitte bis Ende Mai in Richtung Ortsmitte starten. Das Schützenfest kann aber ungehindert stattfinden. FOTO: Anja Tinter
Jüchen. Die Sanierung der Ortsdurchfahrt verzögert sich auf den Baustart Mitte bis Ende Mai. Bauträger Straßen NRW sichert ein ungestörtes Schützenfest zu. Die örtlichen Händler wollen durch zwei Sonderverkäufe in Haus Katz ihre Kunden binden. Von Gundhild Tilmanns

Der Baubeginn für die Komplettsanierung der Ortsdurchfahrt B 59 zieht sich nun doch bis Mitte/Ende Mai hin. Die Auftragsvergaben für die einzelnen Bauabschnitte sind noch nicht abgeschlossen: Das berichtet Straßen NRW-Projektleiter Klaus Dahmen auf Redaktionsnachfrage. Gestartet wird die große Baumaßnahme, die ein bis eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen soll, am Kreisverkehr Odenkirchener Straße, in Höhe des Nettomarktes. In der Bevölkerung gehegte Sorgen, das Schützenfest in Jüchen könne vom 26. bis 30. Mai wegen der Baustelle womöglich nicht stattfinden, kann Dahmen zerstreuen: "Wir richten uns mit der Baustelle nach dem Schützenfest", verspricht er. Das sei denn auch kein Problem, wenn sich der Zugweg der Schützen vom Zelt an Haus Katz in Richtung Markt bewege. Ganz im Gegenteil: "Dann ist die Straße sogar ruhiger und freier, weil von der Baustelle aus weniger Verkehr fließen wird", sagt Dahmen.

Gebaut werden soll in Teilabschnitten von jeweils etwa zwei Monaten. Die Tatsache, dass Straßen NRW nicht am Ortseingang in Höhe des Gewerbegebietes an der Robert-Bosch-Straße mir den Bauarbeiten beginnen wird, berücksichtigt auch die parallel laufende Sanierung auf der Autobahn 46. Die bis gestern noch gesperrte Ausfahrt Jüchen soll ab heute wieder freigegeben werden. Dann "bewegt" sich die Autobahnbaustelle weiter in Richtung Grevenbroich, wo dann die nächste Ausfahrt gesperrt wird. So wird während der Bauzeit die A 46 wieder als Ausweichstrecke zur Verfügung stehen. Mit verstärktem Umleitungsverkehr wird auf jeden Fall auf der Grubenrandstraße zu rechnen sein, wie auch CDU-Ortsvereinsvorsitzende Sandra Lohr weiß. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung war die anstehende Großbaustelle B 59 das Thema. Lohr sagt: "Niemand, der sich hier auskennt, wird die offizielle Umleitung über Kelzenberg und Waat fahren und diesen Riesenumweg machen." Deshalb traf der Aprilscherz von Bürgermeister Harald Zillikens, der auf seiner Facebookseite am Samstag eine Jahresvignette für die Befahrung der Umleitung über die Grubenrandstraße ankündigte, exakt ins Schwarze.

FOTO: Georg Salzburg

Sandra Lohr hört dieser Tage aber immer wieder auch Sorgen von Geschäftsleuten, ob sie während der langen Bauzeit ihre Kunden werden halten können. Die Händler planten für Mai und September jeweils einen Sonderverkauf in Haus Katz, um auf sich aufmerksam zu machen und ihre Kunden zu binden, berichtet Lohr. Auch Wirtschaftsförderin Annika Schmitz ist Ansprechpartnerin für die Sorgen der Gewerbetreibenden während der Bauzeit. Projektleiter Dahmen hat aber bereits angekündigt, dass alle Geschäfte an der B 59 während der Bauzeit zumindest eingeschränkt erreichbar bleiben sollen. Allerdings müssten in den einzelnen Bauabschnitten dann Einbahnstraßen eingerichtet werden.

Quelle: NGZ
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