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Jüchen
Bessere Infrastruktur für junge Familien

Jüchen: Bessere Infrastruktur für junge Familien
Die Bauarbeiten haben auf dem alten Friedhof in Hochneukirch begonnen. Dort entsteht ein familienfreundlicher Park. FOTO: Anja Tinter
Jüchen. Mit dem Bau der neuen Kindertagesstätte und der Umwandlung des alten Friedhofes in einen familienfreundlichen Park entwickelt Hochneukirch seine Infrastruktur für junge Familien. Außerdem wird der Dorfplatz bald neu gestaltet. Von Gundhild Tillmanns

Demographisch ist Hochneukirch ein aufstrebender Ortsteil. Junge Familien schätzen Hochneukirch als ländlichen Wohnort, der für Berufspendler nah genug am "rheinischen Speckgürtel liegt, Kindern aber zugleich das Aufwachsen in der Natur ermöglicht. Um weitere junge Familien nach Hochneukirch zu ziehen und die bereits dort wohnhaften zu binden, haben Gemeindeverwaltung und Politik die Entwicklung der Infrastruktur für Hochneukirch im Blick. Und dort geschieht viel.

Der neue Kindergarten soll plangemäß am 1. Dezember an der Bahnstraße eröffnet werden. Das Anmeldeverfahren läuft noch. Jüchen kann dann allen Kindern, für die bis dato Kitaplätze nachgefragt wurden, auch die Unterbringung zusagen. Allerdings kann dies im Einzelfall auch eine Kita sein, die nicht unmittelbar im Wohngebiet der Antragsteller liegt.

Weiter geht es plangemäß auch mit der Neugestaltung des Adenauerplatzes in Hochneukirch voran. Auf Redaktionsnachfrage teilt Gemeindesprecher Norbert Wolf mit: "In Kürze werden wir mit allen aktiven Vereinen Gespräche führen und dann auch die Bauzeitenplanung vorstellen." Wie berichtet, gibt es insgesamt 750.000 Euro für den neuen Adenauerplatz aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes. Im Frühjahr 2018 soll mit der Neugestaltung des Platzes und der angrenzenden Hochstraße mit der Busbucht und Querungshilfe begonnen werden. Für die Baumaßnahme sind 14 Monate und 1,5 Millionen Euro veranschlagt.

Der Kita-Bau an der Bahn straße schreitet gut voran. Am 1. Dezember wird die zunächst dreigruppige Einrichtung eröffnet. FOTO: Anja Tinter

Während allerdings das Grundstück mit dem abgerissenen Pennymarkt am Nordring wohl zunächst eine Brache bleiben wird. - Der Eigentümer hat laut Gemeindesprecher bisher keinen Bauantag und auch keine Bauvoranfrage gestellt. - Da tut sich etwas auf dem alten Friedhof zwischen Weidenstraße und Rathausstraße. Denn der wird zusehends in einen familienfreundlichen Park umgebaut. So wie der Adenauerplatz wird auch der alte Friedhof als Teilmaßnahme des Dorfentwicklungskonzeptes Hochneukirch neu umgestaltet. Auch für den Friedhof bzw. den künftigen Park gibt es 65 Prozent Fördermittel des Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des ländlichen Raumes. Die Auftragssumme beträgt etwa 50.000 Euro. In den kommenden Wochen sollen 170 laufende Meter wassergebundene Wege mit Unterbau angelegt und eine Trockenmauer aus Kalksteinblöcken aufgeschichtet werden, wie Wolf mitteilt. Anschließend sollen die zukünftigen Pflanzflächen aufbereitet werden. Dazu müssen laut Wolf zunächst Wurzelreste und unerwünschte Wildkräuter beseitigt sowie der Boden gelockert und mit Kompost verbessert werden. "Das gesamte Areal soll bis zum Jahresende eine vielseitige, ansprechende und ökologisch wertvolle Bepflanzung erhalten. Vier Sitzbänke, ein Laubengang für Kletterpflanzen und zwei Ranktore für Rosen sollen die Attraktivität und die Aufenthaltsqualität der Parkanlage erhöhen", informiert der Gemeindesprecher.

Im Herbst sollen etwa 1900 Stauden, Gräsern, Farne und Kletterpflanzen hinzu kommen, bevor zum Schluss noch fünf hochstämmige Bäume, 130 Wild- und Ziersträucher, 50 Beerenobststräucher sowie 38 Wild- und Kletterrosen gepflanzt werden sollen. "Ein verwilderter Teilbereich an der Westseite des Parks mit alten, zum Klettern geeigneten Hainbuchen und Efeubewuchs soll Kinder zur Bewegung animieren und eine Alternative zu herkömmlichen Spielplätzen bieten", kündigt Wolf an. Der insgesamt 8500 Quadratmetzer große Park wird in die Themenareale Rosengarten, Naturspielraum mit alten Kletterbäumen für Kinder, Stauden- und Gräserbeete, Beerenobststräucher, Trockenmauer mit Wärme liebenden Stauden, artenreiche Wildkräuterwiesen, Ziergehölze, Rasen mit Frühjahrsblühern, Laubengang mit Kletterpflanzen und Ranktore mit Kletterrosen aufgegliedert. Die Besucher des Parks sollen auch Anregungen für eine eigene naturnahe heimische Gartengestaltung erhalten.

Quelle: NGZ
 
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