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Jüchen
Brücken-Neubau: A46 wird komplett gesperrt

Jüchen: Brücken-Neubau: A46 wird komplett gesperrt
Für den Ausbau der A 46 wird mit Kies aus dem Tagebau ein Damm angelegt. FOTO: Georg Salzburg
Jüchen. Im September müssen Autofahrer mit Umleitungen rechnen. Am Dreieck Holz wird eine Brücke abgerissen und eine andere neu gebaut. Von Christian Kandzorra

Der Zeitplan ist eng: Bis Ende 2016 soll die Autobahn 46 zwischen dem Kreuz Wanlo und dem Dreieck Holz auf sechs Fahrstreifen erweitert werden. Dazwischen liegen vier Brückenbauwerke, die abgerissen und neu aufgebaut werden sollen. Darüber hinaus müssen drei weitere Brücken innerhalb der Knotenpunkte neu gebaut werden. "Diese Arbeiten erfordern eine Vollsperrung der A 46 zwischen Holz und Wanlo", sagt Projektleiter Klaus Dahmen von Straßen NRW. Geplant sei die Sperrung von Freitag, 25. September, 22 Uhr, bis Montag, 28. September, 5 Uhr.

In diesem Zeitraum soll eine Fußgängerbrücke, die früher von Hochneukirch zum Alt-Holzer Kirmesplatz führte, abgerissen werden. Parallel dazu werden riesige Träger auf die Pfeiler einer neuen Brücke gesetzt, die am künftigen Kreuz Holz den Verkehr über die A 46 führen soll. "Wir werden die Sperrung rechtzeitig mit Hinweistafeln auf den Autobahnen ankündigen und den Verkehr später über die Autobahn 52 umleiten", sagt Dahmen.

Zum Hintergrund: Nötig sind die aufwendigen Bauarbeiten, weil die Autobahn 61 zwischen den Kreuzen Wanlo und Jackerath voraussichtlich 2017 durch den fortschreitenden Tagebau Garzweiler II unterbrochen wird. Dann soll die A 44 zwischen Holz und Jackerath wieder in Betrieb genommen werden, die bereits vor zehn Jahren unterbrochen wurde. Die Folge: Das Verkehrsaufkommen auf der A 46 wird deutlich steigen, weil Fahrer aus Richtung Koblenz beziehungsweise Heinsberg über die A 46 müssen.

Damit es dort nicht ständig zu Staus kommt, wird sie von bisher vier Fahrstreifen auf sechs erweitert - und zwar mit "Flüsterasphalt". Nachdem im Sommer 2014 der Startschuss für das Mammut-Projekt fiel, wurde darüber hinaus eine 540 Meter lange und 4,70 Meter hohe Lärmschutzwand aufgestellt, die in Hochneukirch für Ruhe sorgen soll. "Wir liegen gut im Zeitplan. Bisher gab es zum Glück keine unvorhergesehenen Schwierigkeiten", erzählt Projektleiter Klaus Dahmen, der die Verantwortung für die rund 2,5 Kilometer lange Großbaustelle trägt. Lediglich ein harter Winter könnte für Verzögerungen sorgen.

Die Baustelle, auf der bis zu 50 Arbeiter gleichzeitig beschäftigt sind, macht einen geordneten Eindruck. Koordiniert werden alle Maßnahmen von der Alleestraße in Jüchen aus, wo Straßen NRW ein Büro hat. Von dort aus werden auch Absprachen mit den beauftragten Bauunternehmen getroffen.

Mit seinen Kollegen plant Klaus Dahmen dort auch die Vollsperrung im September. "Wir werden alles minuziös planen, müssen die Zeitvorgaben unbedingt einhalten", sagt der Projektleiter. Bei der letzten Vollsperrung im April, bei der am Kreuz Wanlo eine Brücke abgerissen wurde, lief alles glatt.

Die Gesamtkosten für den Ausbau der A 46, den Neubau der A 44 und alle weiteren damit verbundenen Projekte liegt bei etwa 105 Millionen Euro, die hauptsächlich der Energiekonzern RWE trägt.

Quelle: NGZ
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