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Jüchen
Brückenabriss: A46-Abschnitt gesperrt

Jüchen: Brückenabriss: A46-Abschnitt gesperrt
Noch fließt der Verkehr auf der Autobahn 46 vom Autobahnkreuz Holz in Richtung Wanlo. Am Freitag wird der Abschnitt bis Montagmorgen gesperrt. Eine Brücke wird abgerissen. FOTO: Hans-Peter Reichartz
Jüchen. Am kommenden Freitag, 25. September, müssen sich Autofahrer auf die Sperrung der Autobahn 46 vom Kreuz Wanlo bis Holz in beiden Richtungen einstellen. Innerhalb von vier Tagen soll dort eine Fußgängerbrücke abgerissen werden. Von Daniela Buschkamp

Mit Autobahnbrücken kennt sich Klaus Dahmen, Projektleiter der Großbaustelle Autobahn 46, aus: "Zwei Brücken im Kreuz Holz wurden umgebaut, und auf der A 46 befinden sich vier in Bau", schildert er. Wenn an einem Brückenbauwerk gearbeitet wird, hat das Konsequenzen für Autofahrer: Denn für den Auf- und Abbau eines Trägergerüstes muss die Autobahn in beiden Richtungen stillgelegt werden.

Die nächste viertägige Sperrung steht am Freitag, 25. September, 20 Uhr, an. Dann wird eine Fußgängerbrücke westlich des Holzer Kreuzes abgerissen. "Wir müssen spätestens bis Montag, 5 Uhr, fertig sein", so Dahmen. Ein Vorteil: Der Abriss ist wetterunabhängig, kann sogar bei strömendem Regen erledigt werden.

Zurzeit wird die Autobahn 46 von vier auf sechs Fahrstreifen ausgebaut. Dies hängt mit dem Tagebau Garzweiler II zusammen; er wird voraussichtlich im Jahr 2017/18 die Autobahn 61 unterbrechen. Für den zusätzlichen Verkehr wird die A 46 von zwei auf drei Spuren je Richtung erweitert. Zudem werden die Autobahn 44n zwischen Holz und Jackerath sowie das Kreuz Jackerath neu gebaut. Rund 105 Millionen Euro sind für den Ausbau der A 46 und für die neue A 44n veranschlagt.

Immer wieder hatten sich Autofahrer in dem 2,5 Kilometer langen Bereich während der vergangenen Monate an eine neue Verkehrsführung und an Umleitungen gewöhnen müssen. Klaus Dahmen zieht bis jetzt eine positive Bilanz: "Wir liegen mit unseren Arbeiten genau im Zeitplan."

Ende 2016 soll die Erweiterung der A 46 auf sechs Fahrspuren abgeschlossen sein. Bisher waren die Fahrbahnen und Standstreifen in Richtung Heinsberg verbreitert worden, um den kompletten Verkehr aufzunehmen. Nun können die Arbeiten in Richtung Düsselfdorf ohne Störungen laufen; Schutzwände aus Stahl trennen die beiden Bereiche voneinander ab.

Am Freitag werden die Arbeiter mit dem Abriss der Fußgängerquerung beginnen. Sie hat bisher Hochneukirch mit dem Kirmesplatz in Alt-Holz verbunden. Doch nach der Umsiedlung wird das Bauwerk nicht mehr gebraucht.

Parallel dazu sieht der Plan den Bau einer Brücke westlich des vorhandenen Kreuzes Holz vor. Sie soll den Verkehr später vom Kreuz Jackerath über die A 44n in Richtung Heinsberg führen. Dafür wird nun ein Traggerüst während der Sperrung aufgestellt. Wenn die Brücke fertig ist, kann es entfernt werden. Dazu wird die Autobahn erneut vollständig gesperrt.

Bereits im April war im Autobahnkreuz Wanlo eine elf Meter lange Brücke abgerissen worden. Abbruch und Neubau kosteten rund 3,7 Millionen Euro. Dafür war der Abschnitt zwischen Holz und Wanlo von Freitag Abend bis Montag früh gesperrt worden. Bereits am Sonntagnachmittag hatte Dahmen die Strecke für den Verkehr öffnen können. Darauf hofft er auch für das jetzige Vorhaben.

Mindestens eine weitere Sperrung in einem Abschnitt ist noch vorgesehen: Dann, wenn eine zweite Brücke im Kreuz Holz abgebrochen wird. Sie diente bisher als Wirtschaftswegquerung.

Quelle: NGZ
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