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Jüchen
CDU-Abgeordneter Ansgar Heveling in der Kleiderstube

Jüchen. Antwort von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Ansgar Heveling noch nicht, als er jetzt die Kleiderkammer der Malteser in Jüchen besuchte. Damit sei auch noch nicht zu rechnen, die komplexe Materie des Umsatzsteuergesetzes müsse Schäuble sicherlich noch prüfen lassen, sagte Heveling. Worum es Malteserhelfer Ernst Pietschner geht, davon konnte sich Heveling überzeugen: Die Kleiderkammer habe mittlerweile bis zu 90 Flüchtlinge, die donnerstags bei der Kleiderausgabe Schlange stehen, erfuhr er.

Punktuell habe es jetzt zwar wegen der Berichterstattung ein Mehr an Kleiderspenden gegeben. Es mangele aber weiter an Schuhen, was Pietschner auf die vertrackte Umsatzsteuer zurückführt. Solange es billiger sei, Waren zu vernichten, als sie zu spenden, sei eine "Menge faul im Staate Deutschland", beklagt er. Heveling will nun belastbare Zahlen recherchieren lassen, wie groß der Schaden für die Volkswirtschaft ist.

Um das aktuell hohe Spendenaufkommen in der Jüchener Kleiderkammer zu bewältigen, sind dort jetzt auch einige Flüchtlinge beschäftigt. Die Malteser suchen aber noch dringend eine ehrenamtliche Kraft für das Sortierlager, die auch die Flüchtlinge anleiten soll. Bewerberkontakt: 0170 6345222.

(gt)
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