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Jüchen
CDU: Erftverband soll Sturmschäden beseitigen

Jüchen: CDU: Erftverband soll Sturmschäden beseitigen
Äste und zu viele Pflanzen im Rückhaltebecken: Karl Heinz Mohren sieht Handlungsbedarf für das Regenrückhaltebecken in Garzweiler. FOTO: A. Tinter
Jüchen. Karl Heinz Mohren bemängelt den Zustand des Rückhaltebeckens, in dem seit Pfingsten 2014 Äste liegen. Erftverband will jetzt handeln. Von Daniela Buschkamp

Umgestürzte Bäume, alles zugewachsen - Karl Heinz Mohren, CDU-Ortsverbandsvorsitzender aus Garzweiler, kritisiert den Zustand des Regenrückhaltebeckens in Garzweiler. "Seit dem Pfingststurm Ela 2014 ist das Becken durch umgestürzte Bäume praktisch verfüllt, außerdem sind riesige Äste in großer Höhe in den Bäumen eingeklemmt," sagt der 71-Jährige. Er kann sich nicht vorstellen, dass es in diesem Zustand noch seine Funktion als Rückhaltebecken erfüllen kann. "Was passiert, wenn es jetzt im Herbst wieder stärker regnet?", fragt der CDU-Ratsherr. Hier sieht er den Erftverband in der Pflicht - zumal das Becken in seinem jetzigen Zustand eine Gefahrenquelle für Spaziergänger, insbesondere Kinder, darstelle. "Das Becken liegt zwischen Jüchen und Herberath, über die Brücke gehen viele Kinder zur Schule. Nicht auszudenken, wenn hier einem Kind etwas passiert", so Mohren.

Norbert Kramer, Abwassermeister beim Erftverband, bestätigt, dass der Verband das Becken in Garzweiler betreibt - und kennt auch dessen aktuelles Aussehen. "Ich war vor zehn Tagen noch in Garzweiler, habe mir ein Bild von dem Becken gemacht", erklärt der 51-Jährige auf Anfrage. Er bestätigt, dass ein seit dem Pfingstturm umgestürzter Baum noch immer in dem Behälter liegt. Dass Bäume und Sträucher dort wachsen, sei aber bewusst angelegt.

Bedenken, ob das Becken in diesem Zustand überhaupt Regen aufnehmen könne, widerspricht Kramer deutlich. "Das Regenrückhaltebecken ist funktionstüchtig." Zu den Kritikpunkten, dass die Anlage nicht ausreichend gesichert sei und dass kein Zaun Kinder oder Neugierige von gefährlichen Stürzen in das Becken abhalte, verweist Norbert Kramer auf das aufgestellte Schild und betont, dass "keine Gefahr im Verzug ist".

Karl Heinz Mohren sieht dagegen sehr wohl Handlungsbedarf. "Es kann doch nicht anderthalb Jahre dauern, bis umgestürzte Bäume entfernt werden", entrüstet sich der Senior aus Garzweiler. Er habe jetzt den Antrag gestellt, dass die Gemeindeverwaltung Jüchen erneut Kontakt zum Betreiber aufnehmen soll. Dezernent Oswald Duda bestätigt, dass es Gespräche mit dem Erftverband gegeben hat. "Wir haben auf die Beschwerden der Anwohner hingewiesen", so Duda.

Nun sieht auch der Erftverband Handlungsbedarf für das Regenrückhaltebecken. Nach dem Pfingststurm Ela habe es dort "einige umgestürzte Bäume" gegeben. Ein Teil davon sei entfernt worden, so Kramer. "Bisher haben sich unsere eigenen Leute um die Regenrückhaltebecken gekümmert", erläutert der Abwassermeister. In Garzweiler werde man nun die anstehenden Arbeiten ausschreiben. So soll der noch immer im Becken liegende Baum entfernt werden. Zudem sollen die wuchernden Pflanzen zurückgeschnitten werden.

Quelle: NGZ
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