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Jüchen
Classic Days: Orangerie wird zum Automuseum

Das ist das Schloss Dyck in Jüchen
Das ist das Schloss Dyck in Jüchen FOTO: Gärtner Pötschke
Jüchen. Am Freitag, 31. Juli, beginnen die zehnten "Classic Days". Zu sehen sind millionenschwere Auto-Juwelen, erwartet werden 30.000 Besucher. Von Daniela Buschkamp

Zur zehnten Auflage der "Classic Days" sind wertvolle und seltene Wagen in Jüchen zu sehen. "Etwa der zwölfte gebaute Rolls Royce Silver Ghost von 1906, der Bugatti Royale Typ 41, sowie der grazile und doch mächtige Bentley 8-Liter aus dem Jahr 1930", sagt Marcus Herfort, Vorstand vom veranstaltenden Verein "Classic Days", bei einer Pressekonferenz. Der Wagen gehört zu den Schmuckstücken, die bei den "Automobile Kulturgeschichten" auf der Orangerie-Halbinsel auf Schloss Dyck präsentiert werden.

Diese "Museums-Insel" ist eine der Neuheiten beim Oldtimer- und Motorfestival. Im Zeithaus der Autostadt in Wolfsburg sind unter dem Titel "Beziehungskisten" verschiedene Fahrzeug-Gruppen aus verwandten Baujahren zu sehen, die in der technischen Entwicklung miteinander zu tun haben, obwohl sie von verschiedenen Marken sind. Bisher rollten die legendären Wagen im Concours d'Elegance durch die Torburg des barocken Wasserschlosses. "Darauf verzichten wir. Das hat Fahrer und Wagen zu sehr strapaziert", so Vereinssprecher Eicke Schüürmann. Stattdessen können die Besucher 50 automobile Schätze von privaten Sammlern und aus Museen wie der Autostadt Wolfsburg, dem Museum Beaulieu oder Nicolis in Verona betrachten.

Das waren die Classic Days 2014 auf Schloss Dyck FOTO: Berns, Lothar

Dazu gehören etwa 25 Exemplare der britischen Marke Bristol, zehn Exponate des französischen Luxusfabrikats "Facel Vega" oder der legendäre silberne Mercedes-Benz 540 K Stromlinienwagen von 1938. "Ein Moderator informiert zudem nonstop über die einzelnen Modelle", sagt Schüürmann.

Nach dem Anreisetag (Freitag, 31. Juli), erwartet die Besucher am Samstag, 1., und Sonntag, 2. August ein dichtes Programm. Kaum zu überhören wird etwa "Il Drago ruggente" (Der brüllende Drache) sein. Der Bezwinger des automobilen Ungetüms ist der Schwede Glen Billquist. Er hat das Chassis mit Zwölf-Zylinder-Flugzeugmotor und 27 Litern Hubraum fest im Griff und lässt seinen Drachen auf der Rundstrecke der "Racing Legends" brüllen. Die Kooperationspartner hoffen auf einen neuen Besucherrekord: "Schon im vergangenen Jahr kamen knapp 30 000 Menschen. Damit sind die ,Classic Days' die besucherstärkste Einzelveranstaltung im Jahr", sagt Jens Spanjer, Vorstand der Stiftung Schloss Dyck. Für die Stiftung, die an den Einnahmen beteiligt ist, ist das Großevent unverzichtbar: "Auch wegen des Imagefaktors." Jüchens Bürgermeister Harald Zillikens zeigte sich beeindruckt von der Organisation und von der Logistik, an der zahlreiche Ehrenamtler beteiligt sind: "Für drei Tage verdoppelt sich die Einwohner- und die Kraftfahrzeug-Zahl in Jüchen." Landrat Hans-Jürgen Petrauschke würdigt die Veranstaltung als "Wunderkind", sprach von der zehnten Auflage als Kindergeburtstag; er verfolge gespannt die weitere Entwicklung.

Rüdiger König vom Verein "Classic Days" betonte die automobile Begeisterung aller Beteiligten, auch der Besucher und der Autobesitzer, die etwa das Miscanthusfeld in das "größte Open-Air-Museum" verwandelten: "Es geht nicht darum, jedes Jahr etwas Neues zu machen." Vielmehr wolle man an einzelnen Bereichen tüfteln. Aufgrund der großen Resonanz werde jetzt etwa die US-Nostalgie-Ecke "Star und Stripes" deutlich vergrößert.

Quelle: NGZ
 
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