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Jüchen
Die Gemeinde dankt allen Ehrenamtlern

Jüchen: Die Gemeinde dankt allen Ehrenamtlern
Im Zelt fand der Empfang für Ehrenamtler diesmal wegen des unbeständigen Wetters statt. 250 Jüchener waren mit dabei. FOTO: Lothar Berns
Jüchen. 250 Jüchener, die sich auf unterschiedlichste Art ehrenamtlich betätigen, kamen zum Empfang der Gemeinde.Unter ihnen waren auch eine Vielzahl von Flüchtlingshelfern, denen Bürgermeister Harald Zillikens besonders dankte. Von Rudolf Barnholt

"Gemeinsam stark für Jüchen", lautete das Motto des Sommerempfangs im Schmölderpark: Die Gemeinde Jüchen hatte alle ehrenamtlich Tätigen eingeladen, und mehr als 250 Menschen, die einen Teil ihrer Freizeit für andere investieren, waren gekommen. Niemand sollte hervorgehoben werden, es gab keine Auszeichnungen. "Sie alle haben meine und die Anerkennung unserer Gemeinde gleichermaßen verdient", erklärte Bürgermeister Harald Zillikens. Dann hob er zwar nicht einzelne Personen hervor, dafür aber eine Gruppe von Menschen: Er dankte all denen, die sich ehrenamtlich um die 420 Flüchtlinge gekümmert haben und immer noch kümmern: "Ohne Sie könnten wir diese Aufgabe nicht stemmen," gab der Gemeindechef zu.

Bemerkenswert: Selbst bei einer Veranstaltung für Ehrenamtler brachten sich Ehrenamtler ein. Der TV Jüchen sorgte für Getränke und Speisen vom Grill. "Wir sind mit sieben Leuten hier", erklärte der Vorsitzende Bernd Lohr. Gegenüber der NGZ begründete er dieses Engagement so: "Die Gemeinde unterstützt uns bei vielen Sachen, da können wir uns wirklich nicht beschweren."

In das geräumige Zelt, das die DLRG Hochneukirch zur Verfügung gestellt hatte, waren auch Claudia (46) und Michael Salmann (47) gekommen. Das Ehepaar, das drei Kinder hat, kleckert nicht, sondern klotzt, wenn es um ehrenamtlichen Einsatz geht: "Mein Mann ist unter anderem im Pfarreirat, im Geschichtsarbeitskreis, in verschiedenen Fördervereinen und in der Schulpflegschaft aktiv, ich engagiere mich in einer Stillgruppe, in einem Chor und ebenfalls in einer Schulpflegschaft", zählte Claudia Salmann auf. Der Dank derer, denen man hilft, sei einer schöner Lohn.

Früh übt sich, was ein guter Ehrenamtler wird: Melike Porkolab und Annika Meuser vom Jüchener Gymnasium sind beide 17 Jahre alt und engagieren sich für Flüchtlinge: "Wir haben die Arbeitsgemeinschaften für Flüchtlinge geöffnet und betreuen im Welcome-Café Flüchtlingskinder, während deren Eltern sich treffen", berichtete die aus Rumänien stammende Melike, die einmal Jura studieren möchte.

George Cordina stammt aus Malta und lebt im Nikolauskloster. Die Integration von Flüchtlingen ist seine Mission. Aram Rostami, der vor 24 Jahren aus dem Iran flüchtete, steht jetzt Flüchtlingen unter anderem als Dolmetscher zur Verfügung. Was den 48-Jährigen bedrückt: "Ich hatte im Flüchtlingsheim an der Odenkirchener Straße gearbeitet - seit es geschlossen wurde, bin ich arbeitslos." Auch "gekrönte Häupter" waren ins Zelt gekommen: Michael und Karin Geilenkirchen sind das Königspaar der St. Sebastianus Bruderschaft Aldenhoven. "Uns mangelt es an Nachwuchs - und an Ehrenamtlern", beklagte Stefan Justen, Präsident des Bürgerschützenvereins Bedburdyck-Stessen. Vom Brauchtum zum Sport: "Ich finde diese Veranstaltung gut, das ist eine Wertschätzung für uns ehrenamtlich Tätige", sagte Herbert Brockerhoff, Vorsitzender des SV 09 Otzenrath. Es sei nicht immer leicht, gute Trainer für die zwölf Jugendmannschaften zu finden.

Quelle: NGZ
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