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Jüchen
Die Gesamtschule kann an den Start gehen

Jüchen: Die Gesamtschule kann an den Start gehen
Die Sekundarschule Jüchen steht bereit: Bald wird der Name geändert. Dann heißt sie Gesamtschule. Und die wird auch drin sein. Am pädagogischen Konzept wird noch gefeilt. FOTO: Christian Kandzorra
Jüchen. Mehr als 100 Eltern haben ihre Kinder für die Gesamtschule angemeldet. Auch das Gymnasium steht mit 90 Anmeldungen gut da. Von Gundhild Tillmanns

Großes Aufatmen im Rathaus und große Freude bei Bürgermeister Harald Zillikens: "Die Gesamtschule ist durch!", hieß es gestern am späten Nachmittag. Mehr als 100 Anmeldungen lagen vor. Damit kann die Gesamtschule starten. Zillikens sagte: "Meine Freude ist riesengroß. Schließlich haben wir in den Schulstandort Jüchen sehr viel investiert." Damit seien die ersten vier Klassen für die neue Gesamtschule bereits gefüllt. Elmeldungen. Denn in den Gesamtschulen der Nachbarstädte müssten bekanntlich sogar Kinder aus den eigenen Städten abgewiesen werden, erinnert Zillikens.

Bereits jetzt seien unter den mehr als 100 Gesamtschulanmeldungen einige auswärtige Kinder, aber eben auch genau 100 aus Jüchen. Das Schulministerium habe in der vergangenen Woche noch grünes Licht für eine Ausnahmeregelung gegeben, dass bei den 100 notwendigen Erstanmeldungen auch Auswärtige mit berücksichtigt werden können. "Das war dann aber nicht mehr nötig", sagt Zillikens und gibt zu, dass jetzt eine große Anspannung von ihm abfalle: "Wir hatten bis Samstag die nötige Anmeldezahl noch nicht erreicht und das ganze Wochenende gebangt.

Erst seit Montag kamen die Eltern dann vermehrt zur Anmeldung", berichtet der Gemeindechef. Zillikens freut sich aber auch besonders, dass bis dato 90 Anmeldungen für das Jüchener Gymnasium vorliegen.

"Damit haben wir trotz des geburtenschwachen Jahrgangs wieder eine Dreizügigkeit am Gymnasium erreicht", berichtet Zillikens. Auch beim Gymnasium könnten sich die Zahlen noch steigern, allzumal es noch weitere offizielle Anmeldetermine geben werde. So sei an beiden weiterführenden Schulen noch mit Bewegungen zu rechnen.

Der nächste Schritt seien nun die Bescheide an die Eltern der künftigen Gesamtschüler: "Damit bekommen die Eltern Planungssicherheit, dass ihr Kind auch sicher an der Gesamtschule aufgenommen wird", verdeutlicht der Bürgermeister. Die Bezirksregierung sei bereits gestern telefonisch informiert worden, dass dort die notwendigen Vorbereitungen starten könnten. "Die Bezirksregierung muss uns ab dem nächsten Schuljahr dann auch die entsprechenden Lehrer für die Gesamtschule zuweisen", erläutert Zillikens.

Am 2. März sollen die endgültigen Anmeldezahlen im Schulausschuss ausgewertet werden. Zillikens ist im Nachhinein erleichtert, dass sich trotz kontroverser politischer Diskussionen die Gesamtschule nun zielgenau in diesem Jahr realisieren lässt. Denn nur in diesem Jahr sei ein reibungsloser Übergang aus der zehnten Klasse der auslaufenden Sekundarschule in die Gesamtschule noch möglich.

Zillikens weiß auch bereits von Jüchener Eltern, die ihre Kinder zu Schulen außerhalb des Gemeindegebietes geschickt hatten und jetzt wieder zurückkehren wollten. Auch habe es bereits Anfragen von Eltern gegeben, die erst nach Jüchen ziehen und schon im Vorfeld Schulplätze für ihre Kinder sichern wollten.

Die Zeit bis zum Start der Gesamtschule nach den Sommerferien werde jetzt genutzt, um noch weiter am pädagogischen Konzept für die neue Schule zu feilen. Die Räumlichkeiten stünden bekanntlich zur Verfügung. Somit könne die Sekundarschule nahtlos in die Gesamtschule übergehen. Die Kinder, die noch die in diesem Jahr auslaufende Hauptschule in Jüchen besuchen, haben dann (bei entsprechender Qualifikation) die Möglichkeit, aufs Gymnasium zu wechseln oder die Oberstufe der Gesamtschule anzustreben.

Quelle: NGZ
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