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Jüchen
Die Müllabfuhr wird ab nächstes Jahr teurer

Jüchen: Die Müllabfuhr wird ab nächstes Jahr teurer
"Tretminen" von Vierbeinern gehören zu dem unangenehmstem "Müll". Deshalb steht die Gemeinde noch zusätzliche Hundekotbeutelspender auf. FOTO: Lber
Jüchen. Die Kosten im Entsorgungsbereich haben sich verdoppelt und werden an den Verbraucher weitergegeben. Die FWG will Müll vermeiden. Von Gundhild Tillmanns

Die Müllabfuhr soll ab dem nächsten Jahr teurer werden in der Gemeinde Jüchen. Umweltausschuss und dann vor allem der Gemeinderat haben die Gebühren für 2017 zur Abstimmung vorliegen. Danach soll die Gebühr von 1,67 Euro pro Liter Restmüll auf 1,87 Euro anhoben werden. Für Biomüll würde sich eine Steigerung von derzeit 0,334 auf 0,375 Euro pro Liter Müll ergeben. Die Verwaltung begründet die Gebührensteigerung mit der Marktsituation im Entsorgungsbereich. Die habe sich seit der vergangenen Ausschreibung verändert, so dass sich die Unternehmerkosten einschließlich Behältergestellung nahezu verdoppelt hätten.

Die Gemeinde Jüchen ist seit dem 7. März diesen Jahres bekanntlich Gesellschafter der NEW Umwelt GmbH. Und die Abfallentsorgung wurde zum 1. Januar 2017 durch die NEW Umwelt ausgeschrieben.

Müll fällt aber nicht nur in den Haushalten an, er ist in Form von "Tretminen" auch eine unliebsame Begleiterscheinung von Vierbeinern beim Gassigehen. Deshalb will die Gemeinde im nächsten Jahr weitere Hundekotbeutelspender aufstellen. Sie sollen in der ökologischen Ausgleichsfläche in Holz, an der Garzweiler Allee (Richtung Wirtschaftsweg, der nach Kelzenberg führt), im Altenpark in Hochneukirch, im Schleider Grund zwischen Otzenrath und Spenrath und am Verbindungsweg Talstraße - Am Fließ in Hochneukirch postiert werden. Diese Standorte seien aufgrund von Bürgerbeschwerden ausgewählt worden, so die Verwaltung.

Auch zusätzliche Altglas- und Altkleidercontainer sollen im nächsten Jahr hinzu kommen. Geplant sind die Standorte Am Graben in Hochneukirch, Silostraße (Bahnhof Jüchen), Nordring (Friedhof) in Hochneukirch und in Wallrath, allerdings erst nach Klärung mit der unteren Landschaftsbehörde. Alle Standorte sollen zuvor gepflastert werden, plant die Gemeinde.

Den Müll zu vermeiden, bevor er überhaupt gebührenpflichtig eingesammelt werden muss, macht die FWG Jüchen jetzt zum Thema eines Antrages an Bürgermeister Harald Zillikens, der gestern vom Umweltausschuss mehrheitlich verabschiedet wurde. FWG-Fraktionsmitglied Berthold Kurzawiak beantragt die Teilnahme der Gemeinde Jüchen an der siebten Europäischen Woche der Abfallvermeidung (EWAV), die vom 19. bis 27. November in 33 Ländern Europas stattfindet.

In dieser Aktionwoche soll laut FWG die Bevölkerung für die Ressourcenschonung und das Klima sensibilisiert werden. Das Schwerpunktthema in diesem Jahr laute, Verpackungsabfälle zu vermeiden. Die FWG erinnert an kleinere Abfallvermeidungsaktionen, die in Jüchen schon seit Jahren erfolgreich liefen, wie das Sammeln von Druckerpatronen, Handys, CDs oder Korken. Die Fraktion habe unlängst auf weitere Möglichkeiten hingewiesen, wie die Sammlung von Plastikstiften in Schulen. Es gebe aber eine Vielzahl von weiteren Ideen zu Müllvermeidung, regt die FWG an, zum Beispiel: Verbraucher könnten auf den Kauf von Einwegflaschen verzichten, Pausen-Brote sollten nicht in Alu-Folie oder Brotpapier, sondern in Brot-Dosen gepackt werden. "Die Gemeinde könnte eine Aktion gegen Plastiktüten starten, und alle Einzelhändler sollten auf die Ausgabe von Plastiktüten verzichten", fordert die FWG.

Quelle: NGZ
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