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Jüchen
Dorfgemeinschaft plant Otzenrather Kirmes um

Jüchen: Dorfgemeinschaft plant Otzenrather Kirmes um
Herman-Josef Weidemann, über 40 Jahre Chef der Dorfgemeinschaft, lässt nun seinem Sohn Dirk (44) als neuen Vorsitzenden den Vortritt. FOTO: G. Salzburg
Jüchen. Das neue Festkonzept und weitere Mitglieder sind Aufgaben für Dirk Weidemann (44), den neuen Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft. Von Karin Verhoeven

Otzenrath wächst - etwa rund um den Marktplatz. Dort werden 5000 Quadratmeter für elf Wohneinheiten genutzt. Neue Einwohner in Vereine wie die Dorfgemeinschaft Otzenrath/Spenrath zu integrieren, das ist eine der Aufgaben für Dirk Weidemann (44). Er folgte jetzt seinem Vater Hermann-Josef als Vorsitzender der Dorfgemeinschaft. Er ist zuversichtlich: "Der Verein ist attraktiv für Jung und Alt. Wir wollen integrieren." Dies sei in den vergangenen Jahren gelungen - immer vor der Klompenkirmes hätten sich neue Gruppen gebildet. Einige bestünden meist aus Menschen, die neu ins Doppeldorf gezogen sind.

Dass eine Dorfgemeinschaft - neben dem Feiern - auch soziale Kontrolle bietet, habe das Vandalismus-Problem gezeigt. "Das ist kein akutes Thema mehr; ich sehe da eine sehr positive Entwicklung", meint Weidemann. Und auch die Dorfreinigung hätte gezeigt, dass es beim wilden Müll besser wird.

Viel Wert legt Dirk Weidemann auf die Umgestaltung der Klompenkirmes, die am 11. Juli beginnt. "Wir sind gut aufgestellt und werden Dinge, die gut sind, nicht ändern", kündigt er an. Bewährte Strukturen sollen gestärkt werden - zugleich wolle man offen bleiben für Modernes. Ohne Ehrenamt, Vereinsstrukturen und Klompenkirmes sei ein Dorfleben weniger lebenswert.

So sieht die neue Kirmes aus: Da in Zukunft am Sonntag des zweiten Juli-Wochenendes neben dem Endspiel der Fußball-WM auch das Endspiel der Europameisterschaft ausgetragen werden soll, will der Verein keinen Spagat zwischen Krönung und Fußball: "Kirmessamstag wird neuer Krönungstag. Er wird zudem mit einer Live-Band aufgewertet", kündigt Weidemann an. Dies käme auch den Gastzügen entgegen, die samstags länger bleiben könnten. Er ist sicher: "Der Sonntag mit Gottesdienst am Nachmittag, Ehrungen und Tanzveranstaltung mit guter Live-Band wird garantiert positiv ankommen." Der Vereinschef ist zufrieden, dass das amtierende Klompenkönigspaar Alex und Petra Trost bereit ist, zumindest bis nach der Kirmes Termine wahr zu nehmen. "Alfred Markiewics, der gern neuer Klompenkönig geworden wäre, ist plötzlich verstorben. Das ist für Bewerber eine emotional sehr schwierige Situation", erklärt der 44-Jährige. Nun soll es keine Krönung geben, sondern Alex und Petra Trost werden - ähnlich wie beim Königsehrenabend - im Zentrum stehen.

Dirk Weidemann kennt die Vereine von klein auf. Auch an der Spitze der Dorfgemeinschaft will er nicht den Chef herauskehren, versteht sich "als einer von denen, die mitmachen", will sich selbst nicht so wichtig nehmen. Er freut sich über den "sehr aktiven, jungen Vorstand aus Männern und Frauen".

Quelle: NGZ
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