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Jüchen
"Es dä Giesen noch Bürjermeester?"

Jüchen: "Es dä Giesen noch Bürjermeester?"
In der ausverkauften Peter-Giesen-Halle sorgte Tommy Engel mit seiner Band für einen gelungenen Konzert-Abend. FOTO: L. Berns
Jüchen. Tommy Engel eröffnete seine aktuelle Tournee in der Peter-Giesen-Halle. Von Jannik Zintl

Nach einer mehrmonatigen Pause war Garzweiler die erste Station seiner aktuellen Tournee. Und Tommy Engel (66) zeigte sich sichtlich beeindruckt, dass sein Auftrittsort einem noch lebenden Zeitgenossen gewidmet wurde - nämlich Peter Giesen, dem ehemaligen Verwaltungschef. "Es dä immer noch Bürjermeester he?", wollte die Bläck-Fööss-Legende wissen, woraufhin ihm ein vielstimmiges "Näää!" entgegen hallte. Peter Giesen ist seit langem im Ruhestand, verfolgt das politische Geschehen aber noch immer mit wachem Verstand. Im. Am 8. August wird er 95.

"Verzällches" wie das über den ehemaligen Bürgermeister machten den Konzertabend zu etwas Besonderem. Im Zusammenspiel mit seinem Publikum lästerte ein sichtlich gut gelaunter Tommy Engel über Leverkusen und Bergheim ebenso wie über das Altbier ("Et schmeck, wenn et kalt es"), er sinnierte über die Musik von Ennio Morricone ("Lääv de och noch?") genauso wie über den Abbau von Braunkohle und den Abriss gewachsener Dörfer ("Sinn he Lück betroffe?"). Und natürlich wurde Musik gemacht.

Engel begeisterte mit eigenen, sehr starken Songs wie "Äppel sin kein Birre" oder "Minge Vatter", in dem er an Richard Engel ("D'r Rickes") von den legendären "Vier Botze" erinnerte, der einer zwölfköpfige Familie vorstand, in dem Tommy das jüngste von zehn Geschwistern war. Lieder aus der LSE-Aera - allen voran "Sauna-Boy" oder "Ruhm kennt keine Gnade" - wechselten mit Bläck-Fööss-Klassikern ab wie "Ming eetste Fründin" oder "Drenk doch ene met" - letzterer im afrikanischen Sound.

Zwar setzte das wunderbare "Du bes Kölle" den Abschluss unter einen gelungenen Konzertabend - doch mit der Zugabe setzte Tommy Engel noch einen drauf. Aus dem John-Miles-Song "Music was my first love" wurde "Schruve sin mi Lääve", aus dem "Nessun Dorma" - dem Höhepunkt der Oper Turandot - wurde "E Tässchen Doornkaat". Zum Schluss "En unserem Veedel" - ein gelungener Abend!

Quelle: NGZ
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