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Jüchen
Supermarkt spendet Babynahrung für Asylbewerber

Rund 130 Flüchtlinge erreichen Düsseldorf mit Zügen
Rund 130 Flüchtlinge erreichen Düsseldorf mit Zügen FOTO: Kai Jürgens
Jüchen. Ein Rewe-Supermarkt in Jüchen hat über Nacht nahezu sein gesamtes Sortiment an Babynahrung und Babypflegeprodukten für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt. Zunächst sollte es vom Kreis gekauft werden - jetzt spendet der Supermarkt die Produkte.  Von Andreas Buchbauer

Dafür nahm Marktleiter Michael Ermer in Kauf, dass seine Kunden in der entsprechenden Abteilung zeitweise vor leeren Regalen standen. "Es war eine akute Notsituation. Wir haben bereits neue Ware bestellt und hoffen auf Ihr Verständnis", hieß es auf einer Mitteilung an dem leeren Regal.

Zunächst sollte die Ware dem Rhein-Kreis Neuss in Rechnung gestellt werden. Am Wochenende gab es für die Aktion aber bundesweit – insbesondere in den sozialen Netzwerken - eine derart große Resonanz mit vielen positiven Rückmeldungen, dass Michael Ermer und sein Team vom Rewe-Markt in Jüchen am Montag beschlossen haben, die Ware zu sponsern.

In eigenen Worten: Flüchtlinge berichten über ihre Flucht FOTO: rp

 

 
Düsseldorf: Flüchtlinge kommen am Hauptbahnhof an FOTO: Paula Elsholz

Danke, REWE! 󾮗

Posted by Tobias Huch on  Samstag, 19. September 2015

 

Fotos: Eine Nacht in der Düsseldorfer Flüchtlingsunterkunft FOTO: Bernd Schaller

Markt-Leiter Ermer, der sich in der Gemeinde Jüchen ohnehin gerne für Bedürftige einsetzt und unter anderem die Existenzhilfe Grevenbroich und damit auch die ihr angeschlossene Jüchener Tafel bereits seit Jahren unterstützt, betont, dass er gerne geholfen habe. "So etwas sollte selbstverständlich sein", sagt er.

Sein Rewe-Markt hatte in der Nacht zu Mittwoch nahezu alle Produkte für Kleinkinder wie  Baby- und Kindernahrung, Windeln, Babypuder und Kinderzahnbürsten für die in der zur Notunterkunft für Flüchtlinge umgebauten Turnhalle des nahegelegenen Berufsbildungszentrums des Rhein-Kreises Neuss in Grevenbroich zur Verfügung gestellt.

Unter den dort in der vergangenen Woche angekommen 300 Flüchtlingen befanden sich laut Benjamin Josephs, Flüchtlingsbeauftragter des Rhein-Kreises Neuss, rund 30 Kleinkinder und Säuglinge. "Wir sind dankbar für die spontane Hilfsbereitschaft von Michael Ermer", sagt Josephs.

(abu)
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