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Jüchen
Fahrverbot für Lkw auf der B 59-Umleitung

Jüchen: Fahrverbot für Lkw auf der B 59-Umleitung
Der erste Bauabschnitt der B 59 liegt gut in der Zeit. FOTO: Salzburg
Jüchen. Straßen.NRW und Feuerwehr reagieren auf Beschwerden zur B 59-Sanierung. Es gibt jetzt Tempohinweisschilder und Lkw-Verbote. Von Gundhild Tillmanns

Mit einem LKW-Fahrverbot und Geschwindigkeitshinweisen wollen Straßen.NRW und Gemeinde Jüchen auf die ersten massiven Bürgerbeschwerden im Zusammenhang mit der vor gut einer Woche gestarteten Vollsanierung der B 59-Ortsdurchfahrt reagieren. Laut Straßen.NRW-Projektleiter Klaus Dahmen soll die Beschilderung eines LKW-Durchfahrtverbotes am Hamscher Weg in Richtung Fallerstraße für das dortige Wohngebiet in Kürze erfolgen. Denn Anwohner hatten sich beklagt, dass Lkw vermehrt das Wohngebiet als Abkürzung nutzen, um die offiziell ausgeschilderte Baustellenumleitung zu umgehen.

In den ersten Bürgersprechstunden zu der insgesamt auf 18 Monate veranschlagten Großbaustelle hat es laut Dahmen auch Beschwerden über Raser auf der als Umleitung ausgeschilderten Kelzenberger Straße gegeben. Die Gemeinde Jüchen werde deshalb dort ihre mobile Geschwindigkeitsanzeige installieren, berichtet Dahmen, der übrigens von einem zügigen Baufortschritt ausgeht: "Wir haben den ersten Bauabschnitt schon ausgekoffert und werden ihn voraussichtlich bis Mittwoch nächster Woche schon asphaltiert haben und dann freigeben können." Bewährt hat sich laut Dahmen die Umleitungsstrecke für den Busverkehr über den Ortsteil Wey: "Es gibt keine Verspätungen im Busverkehr, und die Halteverbote werden auch eingehalten", freut sich Dahmen.

Lediglich bei der Müllabfuhr gebe es noch Regelungsbedarf. Bedingt durch die Baustelle sollten die Anwohner ihre Mülltonnen am Abfuhrtag zwar möglichst so aufstellen, dass sie vom Abfuhrunternehmen auch erreicht werden können, sagt Dahmen. Er bietet aber Senioren oder behinderten Bürgern an, das Gespräch mit dem Baupolier zu suchen, um nach individuellen Hilfestellungen zu suchen.

Für die Freiwillige Feuerwehr Jüchen, deren Hauptwache gleich zu Baubeginn mehr oder weniger von der Durchfahrt abgeschnitten wurde, hat es seit dem Baustart schon einige Härtetests gegeben, wie Feuerwehrchef Heinz-Dieter Abels auf Nachfrage berichtet. Gleich am ersten Tag musste die Feuerwehr in die von der B 59 aus gesperrte Riekestraße ausrücken. Dazu habe sich der eigentlich für den Busverkehr eingerichtete "Feldweg" über Wey bewährt, berichtet Abels. Allerdings schicke er mittlerweile bei Einsätzen zu den Hauptverkehrszeiten von 7.30 bis 10 Uhr und von 15 bis 17 Uhr immer zuerst einen großen Wagen vorneweg, um sozusagen Bahn zu schaffen für die nachfolgenden Einsatzfahrzeuge.

Und Abels stellt fest, dass ein Großteil seiner Leute vom Löschzug Jüchen zur Zeit wegen der Baustelle nicht mit eigenen Pkw, sondern mit Fahrrädern zur Wache kommt. Außerdem hat er die Einsatz- und Alarmierungspläne in Abstimmung mit der Leistelle so geändert, dass der Löschzug Gierath bei Vorfällen in Jüchen-Ost sofort alarmiert wird. Für Jüchen West wird der Löschzug aus Hochneukirch als Erstes mit den Kameraden aus der Hauptwache mit zum Einsatzort gerufen.

Quelle: NGZ
 
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