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Jüchen
Ferien-Aktion begeistert viele Anfänger fürs Einradfahren

Jüchen. Der Andrang war so groß, dass die SG Gierath neue Einräder anschaffen musste. Die meisten Kinder haben das Fahren schnell gelernt.

Was einfach aussieht, bedarf einer enorm guten Körperhaltung und der Fähigkeit, das Gleichgewicht auch über längere Zeit zu halten: das Einradfahren. Eigentlich handelt es sich dabei um eine Randsportart. Doch in dieser Woche haben es rund 30 Kinder in der Einradabteilung der Sportgemeinschaft (SG) Gierath ausprobiert - und größtenteils nach nur fünf Tagen das Fahren auf einem Rad gelernt. "In diesem Jahr ist unsere Ferienaktion sehr gut angekommen. Es ist immer ein Auf und Ab. Mit so vielen Kindern hätten wir im Vorfeld aber wirklich nicht gerechnet", berichtet Trainerin Sandra Koglin. Die Abteilung habe eigens für die Ferienaktion neue Einräder anschaffen müssen, damit jedes Kind versorgt ist.

Die Ferienangebote der SG verfolgt gleich mehrere Ziele: Zum einen sollen die Kinder für den Sport begeistert werden. Zum anderen will die Gemeinschaft auf sich aufmerksam machen und neue Mitglieder für sich gewinnen. "Bei uns in der Einradabteilung gibt es zwei Gruppen: die Anfänger und die Fortgeschrittenen. Bei den Anfängern sind die meisten Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren, bei den Fortgeschrittenen im Alter zwischen sieben und 15 Jahren", erzählt Sandra Koglin, deren Sohn Matthias (19) und deren Tochter Venka (26) ebenfalls seit etlichen Jahren auf dem Einrad unterwegs sind.

Venka Koglin ist Abteilungsleiterin und half den Anfängern in dieser Woche unter anderem aufs Rad. Denn das ist gar nicht so einfach. In der neuen Dreifachsporthalle zwischen Bedburdyck und Gierath haben die Sportler deshalb mehrere Hilfs-"Geländer" aus Bänken aufgebaut, an denen sich die Einradfahrer festhalten können, wenn sie zum ersten Mal auf den Sattel steigen. Was viele nicht wissen: Das Einradfahren bedeutet nicht gleich nur Fahren. Es gibt auch eine Reihe von Tricks, die man mit viel Geschick auf einem Rad vorführen kann. Etwa den "Wheelwalk", bei dem die Fahrer nicht in die Pedalen treten, sondern das Rad stehend mit ihren Füßen antreiben und das Gleichgewicht halten. Bei Lea Vogt (7) aus Stessen klappt das perfekt. "Am Anfang war es schwierig", erzählt sie. "Mein Papa ist früher auch Einrad gefahren. Deshalb wollte ich es unbedingt lernen. Jetzt, wo ich es kann, fährt er auch wieder."

(cka)
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