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Jüchen
Feuerwehr ab heute ganz neu im Netz

Jüchen: Feuerwehr ab heute ganz neu im Netz
Jan Paschen (v.l.), Lars Vocke und Julian Jungheim waren die Hauptakteure in der 13-köpfigen Gruppe für die neue Homepage. FOTO: Gundhild Tillmanns
Jüchen. In 800 Arbeitstunden haben 13 Ehrenamtler eine neue Homepage für die Feuerwehr Jüchen erarbeitet. Sie steht ab sofort im Netz, ist schneller, moderner und weniger störungsanfällig. Und sie soll natürlich weitere Mitglieder werben. Von Gundhild Tillmanns

Dass Ehrenamt unbezahlbar ist, kann Feuerwehrchef Heinz-Dieter Abels an einem aktuellen Beispiel mehr denn je bestätigen: In 800 Arbeitsstunden haben 13 Feuerwehrmitglieder ehrenamtlich und somit absolut kostenfrei eine neue Homepage erarbeitet. Ihr einziger "Lohn" waren hin und wieder mal ein paar belegte Brötchen und Abels' selbst gebackene legendäre Nussecken. "Ich backe und koche gerne, das ist für mich bei meinem stressigen Beruf die optimale Entspannung", verrät der Feuerwehrchef, der die neue Homepage ausdrücklich als professionell gelungen lobt: "Bei einer Firma hätte unsere neue Homepage einen fünfstelligen Betrag gekostet", sagt Abels. Die Hauptakteure in dem 13-köpfigen Team waren Jan Paschen, Julian Jungheim und Lars Vocke.

Ab sofort kann die neue Homepage der Feuerwehr Jüchen aufgerufen werden, die sogar zwei Adressen hat: Egal, ob der User Jüchen mit ü oder mit ue eingibt, er "landet" auf der neuen Internetseite, die kurz gefasst schneller, übersichtlicher, optisch ansprechender und moderner als ihre immerhin 15 Jahre alte Vorgängerin ist. Die alte Seite war außerdem sehr störungsanfällig, weshalb sie seit Februar nicht mehr weiter gepflegt und aktualisiert wurde. Parallel hatte sich das Team an die Arbeit für die neue Seite begeben und die alte Seite ruhen lassen.

Ihre aktuellen Einsätze und Warnungen an die Bevölkerung, wie beispielsweise am vergangenen Mittwoch die Unwetterwarnung, will die Feuerwehr Jüchen aber weiterhin schwerpunktmäßig über ihre Facebookseite herausgeben. Denn dieses Medium lässt sich schneller aktualisieren und spricht unter Umständen eine andere Zielgruppe an, als die zwangsläufig etwas statischere Internetseite, wie das Team erläutert.

So versteht sich die neue Homepage, in die übrigens die bis dato eigene Internetseite der Jugendfeuerwehr integriert ist, als Gesamtpräsentation der Jüchener Feuerwehr mit allen Löschzügen, Fahrzeugen, mit Weiter- und Ausbildungsmöglichkeiten.

Die wichtigste Rubrik auf der Seite ist für Abels und seine Leute der Aufruf zum Mitmachen. Fast alle Altersgruppen, Männer, Frauen, Jugendliche werden auch in Kurzporträts mit Fotos und Interviews dargestellt. Ziel ist die Demonstration, dass (fast) jeder bei der Feuerwehr gebraucht wird und willkommen ist: So betonen es die Homepage-Crew und natürlich auch der Feuerwehrchef.

Moderner ist die Seite auch, weil sie responsive auf allen Handys, Tablets, Bildschirmen gleichermaßen passend gelesen werden kann. Außerdem gibt es Hörbeispiele für die Sirenenalarmierung, statt vorher nur textliche Beschreibungen. Einen zeitgemäßen Zugang soll auch das neue Kontaktfeld ermöglichen. Wer sich für einen Löschzug oder für die Feuerwehr generell interessiert, kann mit wenigen Angaben über das Kontaktfeld auf jeden Fall mit einer schnellen Antwort rechnen, sichert das Homepage-Team zu. Bei aller modernen User-Technik kommt aber auch die Feuerwehr-Historie nicht zu kurz. So haben die Löschzüge auch alte Schwarz-Weiß-Fotos ihrer Mannschaften "ausgegraben" und erinnern an ihre teils mehr als 100-jährige Geschichte.

Quelle: NGZ
 
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