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Jüchen
Feuerwehr rettet NABU-Bäume mit der Wasserspritze

Jüchen. Die ehrenamtlichen Mitglieder des NABU-Jüchen waren ratlos: Mit viel zeitlichem Aufwand und großem Einsatz hatten die Aktiven des NABU fast 30 Bäume und mehr als 100 Sträucher gepflanzt. Doch sie drohten nun zu vertrocknen, weil es schlichtweg zu lange nicht geregnet hat. Die Lösung des Problems brachte ein Anruf bei Heinz-Dieter Abels, dem Leiter der Jüchener Feuerwehr. Nachdem Dieter Bienert vom NABU ihm die Notlage erklärt hatte, handelte der Chef der Feuerwehr sofort.

Umgehend wurde ein Löschzug in Marsch gesetzt. Der Tankwagen der Feuerwehr fasst immerhin 2500 Liter. Mit zwei Schläuchen bewässerten sechs Feuerwehrleute der Bereitschaft die Jungpflanzen. Als selbst diese Menge nicht ausreichte, wurde der Tankzug noch dreimal nachgetankt, und mit 10.000 Litern bekamen alle Pflanzen ausreichend rettendes Nass.

"Das war in letzter Minute. Die ersten Pflanzen zeigten bereits Trockenschäden, werden es aber durch den beherzten Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr jetzt schaffen", lobte Bienert den Einsatz der Feuerwehr. Nach drei Stunden waren die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und die NABU-Aktivisten zufrieden mit dem Einsatz. Die Jungpflanzen konnten sich in der kurzen Zeit schon sichtbar erholen. Eine Kontrolle am nächsten Tag zeigte, dass alle Pflanzen, die am Vortag noch traurig ihre Blätter hängen ließen, wieder gut aussahen und eine reelle Chance haben anzuwachsen.

"Ohne den schnellen und unbürokratischen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr hätten wir das nie geschafft", sagte Bienert. 1000 randvolle zehn-Liter-Eimer Wasser hätten die kleine NABU-Gruppe niemals so schnell an die Pflanzen bringen können, wie es der Feuerwehr mit ihren Leuten und der entsprechenden Ausrüstung möglich war. Bienert sagte: "Wir sind den Männern der Freiwilligen Feuerwehr um ihren Chef Heinz-Dieter Abels dankbar. Sie haben mit ihrem Einsatz dazu beigetragen, für Jüchen ein Stück Natur zu retten." Denn die Pflanzen hatten durch Transport und Lagerung sehr gelitten, so dass sie nur durch eine möglichst schnell und umfangreiche Wässerung noch zu retten waren. Der Jüchener Bach befindet sich zwar mehr oder weniger in der Nähe der Grünfläche. Es hätte aber nach Einschätzung des NABU einfach zu lange gedauert, die Bäume aus Eimern zu bewässern, die aus 100 Meter Entfernung stundenlang hätten nachgefüllt und zu Fuß zur Grünfläche hätten gebracht werden müssen. Und die Feuerwehr verbuchte diesen Einsatz unter "allgemeiner Hilfeleistung".

Quelle: NGZ
 
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