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Jüchen
Feuerwehrleute fahren 35 Prozent mehr Einsätze

Jüchen. Es ist ein Abend des Dankes, der Würdigung und des Rückblickes. Die Feuerwehr hatte zu ihrem Ehrenabend in das Forum der Sekundarschule geladen. Gekommen waren - neben den Mitgliedern der Jüchener Feuerwehr - auch Gäste aus Politik und Verwaltung.

Bürgermeister Harald Zillikens dankt in seiner Rede den Ehrenamtlern für ihr Engagement nicht nur bei Einsätzen. "Ohne Feuerwehr gäbe es in kein St. Martin oder Volkstrauertag. Auch das zeigt: Die Feuerwehr ist sehr wichtig für die Gesellschaft", sagt Zillikens.

Auch der Leiter der Feuerwehr, Heinz-Dieter Abels, ist voll des Lobes. "Ihr seid eine tolle Truppe, die sich diesen Applaus redlich verdient hat", sagt er. Um das zu unterstreichen, verlieh Abels zusammen mit dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Stefan Meuter an diesem Ehrenabend etliche Ehrenzeichen, Ehrennadeln und Beförderungen. Die höchste Ehrung wurde dabei wohl Hubert Bierewirtz zuteil. Er hatte von März 2000 bis November 2008 die Feuerwehr in Jüchen geleitet und ist nunmehr seit 35 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. "Er hat der Feuerwehr Jüchen seinen eigenen Stempel aufgedrückt, und das wirkt bis heute nach", sagt Abels. Dafür gab es das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold. Außerdem wurden die Oberfeuerwehrmänner Walter Gielessen, Hartmut Pferdmenges und Andreas Wirtz für 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Neben den anderen Ehrungen war die Situation der Feuerwehr in Jüchen Thema. Die wächst - und das gegen den NRW-weiten Trend. Derzeit sind 176 Einsatzkräfte aktiv. "Wir haben in den vergangenen fünf Jahren 55 neue Mitglieder akquiriert", sagt Abels. 21 davon kamen aus der Jugendfeuerwehr. Das Durchschnittsalter liegt bei 36 Jahren. Doch auch die Zahl der Einsätze ist stark gestiegen. Gab es 2015 noch 43 Brandeinsätze und 154 Technische Hilfeleistungen, sind diese Zahlen 2016 bereits auf 70 und 168 angestiegen. Diese Zunahme lasse sich nicht nur auf Extremereignisse, wie den Starkregen in Bedburdyck zurückführen. "Wir rechnen bis Ende des Jahres mit rund 35 Prozent mehr Einsätzen als im Vorjahr", verdeutlicht Abels den Trend. Dies sei eine große Belastung für das Ehrenamt. Schließlich seien viele Einsätze während der Arbeitszeit zu absolvieren.

(jahu)
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