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Jüchen
Firmlinge planen ein Fest für Jüchen

Jüchen. 17 Jugendliche organisieren im Rahmen ihrer Firmvorbereitung eine große Veranstaltung für Samstag, 14. November. Dabei sollen sich insbesondere Jüchener und Asylbewerber besser kennenlernen. Jetzt suchen sie Sponsoren. Von Daniela Buschkamp

Chiara (16), Lea (17), Anna (16), Christoph (16) und die 15-jährige Sophia gehören zu den 116 Jugendlichen, die in der der "Gemeinschaft der Gemeinden" (GdG) Jüchen im November gefirmt werden. Dabei wollen sie sich auf besondere Weise auf dieses Sakrament vorbereiten: Unterstützt von der Aldenhovenerin Karin Witting (34) werden sie für den 14. November ein Fest für alle Jüchener organisieren. "Wir wollen dabei besonders die Flüchtlinge integrieren", erläutert Anna. Sie sollen mit anderen Jüchen in diesem lockeren Rahmen in Kontakt treten.

In der Aldenhovener Heilig-Geist-Kapelle haben sich die Jugendlichen aus dem gesamten Gemeindegebiet jetzt für diese Art der Veranstaltung. Erstmals betreut Karin Witting einen der Bausteine, die in der "GdG" zum Konzept der Firmung gehören. Auf großen Blättern haben die Firmlinge unterschiedliche Ideen gesammelt, sich über mögliche Zielgruppen wie Kinder, Senioren oder Asylbewerber Gedanken gemacht. Sie wollen nun, unterstützt von Karin Witting, das gesamte Fest selbst auf die Beine stellen: "Wir werden jetzt zunächst versuchen, Sponsoren zu finden." Um schnell kommunizieren zu können, wird Witting jett eine "WhatsApp"-Gruppe einrichten.

Die Jüchener "Gemeinschaft der Gemeinden" stellt eine Ausnahme dar. Wie Pastoralreferentin Ingrid Scholz (52) erläutert, gibt es einen großen Zulauf zu den unterschiedlichen Firmangeboten, die in Form von Modulen durchgeführt werden: "40 Prozent der Jugendlichen lassens ich firmen", sagt Scholz. Damit stelle Jüchen eine Ausnahme dar, denn allgemein sei der Trend zur Firmung eher rückläufig. Wie Scholz sich das Verhalten gegen den Trend erklärt: "Seit sechs Jahren bieten wir die Firmmodule an. Dazu gehören unterschiedliche Aktivitäten auch außerhalb der Gemeinde." Als Beispiele nennt sie einen Abstecher zur Kletterkirche in Mönchengladbach, einen Tag bei einer Einer-Welt-Organisation, Gruppenstunden zu theologischen Themen oder eine Radtour mit Regionaldekan Ulrich Clancett.

"Etwas für andere tun", nennt Sophia als Motivation, "die Asylbewerber besser kennen lernen": Das erhofft sich Lea von dem geplanten Fest. Den groben Rahmen haben die Jugendlichen bereits abgesteckt: Ab 15 Uhr soll es Kaffee und Kuchen geben, am Abend soll der Grill angefeuert werden. Für die Kinder soll es etwa eine Schminkaktion geben, gesucht wird noch ein Musiker oder eine Band. Anegsichts des Wetters wird ein Raum gebraucht - Dennis hat die Peter-Bamm-Halle in Hochneukirch vorgeschlagen.

Jetzt müssen die Jugendlichen ihre Pläne verfeinern und Schritt für Schritt in die Tat umsetzen. Eine große Aufgabe, meint auch Karin Witting, die ihnen dies aber zutraut: "Jeder macht sich auf den Weg, kann etwas beitragen." Alle seien motiviert und - ein weiteres Vorteil - fast jeder Ortsteil sei abgedeckt. Denn jetzt gehe es zunächst um Werbung für das große Fest.

Quelle: NGZ
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