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Jüchen
Fußgruppen lassen sich vom Wind nicht stoppen

Jüchen. Nachdem gestern der Düsseldorfer Rosenmontagszug wegen der Sturmwarnung abgesagt wurde, gab es in Gierath am Vormittag noch eine ernste Lagebesprechung, allerdings mit froher Botschaft: "Und wir ziehen doch!", verkündete Joachim Heikamp. Schließlich hatte der stellvertretende Vorsitzende der Karnevalsgesellschaft Gierath-Gubberarth für die zwölf gemeldeten Zuggruppen schon die sogenannte "Helau-Versicherung" abgeschlossen. "Die heißt wirklich so, auch da, wo man Alaaf ruft", sagte Heikamp. Von Gundhild Tillmanns

So waren die 250 Teilnehmer im Zug von Gubberath durch Gierath und wieder zurück gegen alle "Eventualitäten beim Kamellewerfen" versichert, nur eben nicht gegen das Wetter, das aber doch noch mitspielte. Dem Wind trotzten die Fußgruppen und die Fanfarenkorps Bedburdyck und Korschenbroich ebenso wie die Zuschauer am Straßenrand.

Großwagen sind beim Gierather Rosenmontagszug schon seit einigen Jahren nicht mehr dabei. Sie sind verschrottet worden, weil sie nicht mehr durch den TÜV gekommen wären. Die notwendigen Reparaturen wären für die Karnevalsgesellschaft einfach zu teuer gewesen, sagt Heikamp.

Die Fußgruppen gaben nicht nur ihr Bestes. Sie hatten teilweise auch bereits den karnevalistischen Nachwuchs von morgen im Kinderwagen mit dabei. Der jüngste Zugteilnehmer dürfte der erst vier Monate junge Theo Elbing gewesen sein, der in der Star Wars-Gruppe mit unterwegs war. Aber auch die noch keine zwei Jahre alte Johanna Buckers aus der Palmengruppe genoss sichtlich das bunte und laute Treiben der vielfältig kostümierten Schar.

Zugleiter Joachim Heikamp dirigierte die Gruppen, als schauerlicher Vampir verkleidet, gemeinsam mit Maltesern und Feuerwehr. Die KG Rot-Weiß Gierath fuhr mit einem vom Trecker gezogenen Schiffchen-Wagen voran: Paragraphen-Piraten nannten sie sich, dicht gefolgt von den Lappenclowns. Auch 1001 Nacht, Cowboys und Indianer, Spanier und die U 17-Mannschaft des SV Bedburdyck-Gierath im Military-Look zogen durch das Dorf. Die Fußballer hatten die Vereinskasse um 300 Euro für Wurfmaterial, Versicherungskosten und die After-Zug-Party erleichtert. Geworfen wurden Bälle, Kamelle, Strüssjer und vieles mehr.

Quelle: NGZ
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