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Jüchen
Gospelchor wird von Botschafterin Schavan in Rom empfangen

Jüchen: Gospelchor wird von Botschafterin Schavan in Rom empfangen
Der Hochneukircher Gospelchor mit Annette Schavan (Mitte), der Deutschen Botschafterin im Vatikan, bei einem Empfang in Rom. FOTO: Annette Pega
Jüchen. Der Hochneukirchener Gospelchor "Spiritual Voices" ist tief beeindruckt von seiner Romreise mit einem Auftritt im Petersdom und einem Empfang bei Annette Schavan zurückgekehrt. Chormitglied Annette Pega berichtet: "Die Papstaudienz und auch der herzliche Empfang mit Kaffee und Kuchen bei Annette Schavan, der Deutschen Botschafterin im Vatikan, hat uns sehr beeindruckt."

Aber am eindrucksvollsten seien natürlich der Petersdom und die Möglichkeit gewesen, dort in der Internationalen Pilgermesse vor mindestens 700 Menschen zu singen, die sich in dem gewaltigen Gotteshaus versammelt hatten. "Das macht mir heute noch Gänsehaut", gibt Annette Pega zu und gibt zu bedenken, dass im Petersdom normalerweise nur professionelle Chöre singen.

Pega erzählt weiter: "Nach unserem Abschlusslied haben die Leute stehend applaudiert. Und das hat uns erstaunt, weil die Gläubigen im Petersdom normalerweise noch nicht mal selbst singen." Zuvor war der Gospelchor den ganzen Tag in Rom unterwegs, wobei allen das Äußerste an Kondition abverlangt wurde, weil alle Besichtigungen zu Fuß gemacht wurden. Auf dem Programm stand auch ein Besuch in den Vatikanischen Gartenanlagen.

An einem Tag hatte der Gospelchor ein lustiges Erlebnis, als alle Mitglieder des Gospelchores nach dem Konzert in der Kirche St. Andrea della Valle noch ein wenig durch die Stadt bummeln wollten. An der "Spanischen Treppe" angekommen, entschloss sich der Chor spontan zu einem Lied. "Das muss gut gewesen sein, denn die Stufen unter uns und die Emporen über uns füllten sich zusehends mit Menschen. Auch überall in den geöffneten Fenstern der umliegenden Häuser lehnten Zuhörer," berichtet Pega. Es sei dann so lange gesungen worden, bis ein Polizist höflich darauf aufmerksam gemacht habe, dass dort nach 20 Uhr nicht mehr gesungen werden dürfe.

Doch als Chorleiter Wilhelm Junker seine rote Kappe zog, um sich für den Applaus zu bedanken, hätten einige Zuhörer Geld in die Kappe geworfen, erzählt Annette Pega lachend. Das gespendete Geld sei anschließend in den Opferstock einer Kirche geworfen worden. "Unser Chor ist durch die Romreise prima zusammengewachsen", sagt Pega begeistert.

(kvm)
 
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