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Jüchen
Grundschule: Anbau für etwa 800.000 Euro

Jüchen. Vierzügig wird jetzt die Grundschule In den Weiden. Rund 70 Prozent der Schüler nehmen die Ogata in Anspruch. Es muss angebaut werden. Von Gundhild Tillmanns

Die geburtenschwachen Jahrgänge sind in Jüchen offensichtlich (noch) kein Thema. Im Gegenteil: Die Grundschule In den Weiden erwartet sogar vier erste Klassen zum nächsten Schuljahr. Zudem möchten dort immer mehr Eltern ihre Kinder auch in der Offenen Ganztagsgrundschule (Ogata) betreuen lassen. Kurzum: Es muss angebaut werden, wie Bürgermeister Harald Zillikens jetzt dem Haupt-, Finanz - und Wirtschaftsförderungsausschuss darlegte. Die Mitglieder gaben denn auch einstimmig Grünes Licht für die Planung.

In diesem Jahr stehen allerdings die Mittel für den notwendigen Ausbau noch nicht zur Verfügung: Eine bereits geprüfte Variante mit Containern würde laut Zillikens etwa 800.000 Euro kosten. Er bevorzuge aber einen festen Baukörper und hoffe, dass der sich von den Kosten her in etwa in dem gleichen Rahmen erstellen lasse. Ausschussmitglieder befürchteten allerdings, dass die Schulerweiterung nicht unter einer Million Euro zu realisieren sei.

Geplant werden soll nun eine Erweiterung für zusätzlich 100 Kinder in der Ogata. Bis dahin muss die Schule mit einer Übergangslösung klarkommen. Gedacht ist an die Nutzung des Computerraums im Keller für die Ogata-Betreuung. Jedoch nicht nur wachsende Schülerzahlen, verbunden mit einer verstärkten Annahme der Ogata, machen den Anbau notwendig. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Kreises Neuss hat Mängel bei der Essensausgabe in der Ogata In den Weiden beanstandet und bauliche Veränderungen gefordert.

Laut Jürgen Wolf von der Gemeindeverwaltung handelt es sich bei den Beanstandungen in der Hauptsache um den mangelnden Abstand zwischen der Essensausgabe und dem Bereich, wo die Kinder ihr Essen einnehmen. Bei der routinemäßigen Begehung, die das Amt in allen Schulen vornehme, sei dies aufgefallen. Nun müsse eine Art Theke oder dergleichen eingebaut und generell einfach mehr Platz für die vielen Kinder geschaffen werden, die für die Gemeinde überraschend in die Ogata strömten. Dem Gesundheitsamt gehe es offenbar darum, dass die Speisen nicht zu leicht zugänglich offen da stehen und verunreinigt werden könnten, sagt Wolf. Er könne die Eltern aber beruhigen, der Ogata-Betrieb werde bis zum geplanten Ausbau in gewohnter Weise weiterhin gewährleistet.

Bei den übrigen Jüchener Grundschulen gibt es laut Bürgermeister aber aktuell keinen Handlungsbedarf: In Hochneukirch könne auch die Essensausgabe der Sekundarschule von der Grundschule mitgenutzt werden. In Stessen und Otzenrath sei die Lage entspannt, weil die Schulen relativ klein seien und nicht ansatzweise einen so großen Zulauf hätten wie die Gemeinschaftsgrundschule in Jüchen-Mitte. Dort habe man anfangs nur mit einer 30-prozentigen Annahme der Ogata durch die Eltern gerechnet. Die Nachfrage liege aber mittlerweile bei 70 Prozent - mit steigender Tendenz.

Quelle: NGZ
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